Voisard zeigt in der Romandie aufsteigende Form

Tudor sichert beim Heimspiel Bergtrikot mit Thalmann ab

Von Jan Zesewitz

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Yannis Voisard (Tudor) wird als bester Schweizer in der Gesamtwertung geehrt | Foto: Cor Vos

02.05.2026  |  (rsn) – Der erste Zielstrich für das Tudor-Team bei seiner Heim-Rundfahrt, der Tour de Romandie (2.UWT), befand sich auf der 4. Etappe schon 41 Kilometer nach dem Start. Bis zu diesem Zeitpunkt musste schon zweimal der Jaunpass überwunden werden. Das bedeutete für Roland Thalmann vor allem: 25 potenzielle Bergpunkte. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Marco Brenner erfüllte er seine Aufgabe perfekt und holte sich die maximale Ausbeute.

Am Saanenmöser Pass nach 110 Kilometenr reichte es noch für einen Punkt, nun wird der Schweizer das Bergtrikot der WorldTour-Rundfahrt gewinnen, wenn er am Schlusstag am Sonntag das Ziel in Leysin erreicht. Nicht einmal Dominator Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) kann es dem Schweizer noch streitig machen.

Es ist sicher der größte Erfolg für die Schweizer Equipe nach den ersten fünf Tagen des Rennens. Tudor reiste allerdings noch mit weiteren Zielen an: Yannis Voisard und Brenner sollten ihr Glück in der Gesamtwertung versuchen. Diese Aussichten endeten schon auf der 1. Etappe in Martigny, als Voisard 1:51 Minuten auf Etappensieger Pogacar verlor. 

Voisard: Kooperation war nach Rodriguez-Sturz nicht gut

Brenner musste die Rundfahrt nach seinen Helferdiensten für Thalmann im weiteren Etappenverlauf aus bisher ungeklärten Gründen beenden. Voisard dagegen zeigte aufsteigende Form. Platz sechs auf der Königsetappe unterstrich das – und der Schweizer gab sich im Anschluss ambitioniert, vor allem mit Blick auf die Schlussetappe und den schweren Anstieg nach Leysin: “Ich kenne den Anstieg morgen sehr gut. Es warten zweistellige Steigungsprozente in der zweiten Hälfte. Dort werden die besten Fahrer attackieren, worauf wir uns vorbereiten müssen. Ich fühle mich gut diese Woche und werde alles versuchen, was ich kann.“

Der 27-Jährige deutete auch an, dass er sich in Charmey etwas mehr ausgerechnet hatte. “Wir haben in der Gruppe versucht, an die zwei vorne ranzukommen, aber haben nicht so gut zusammengearbeitet“, fasste er die Situation be der letzten Überquerung des Jaunpasses zusammen, als sich Pogacar und Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) von den anderen Favoriten lösten. “Nach dem Sturz von Carlos Rodriguez - ich hoffe, er ist ok - wollte keiner in der engen verwinkelten Abfahrt die Führungsarbeit machen. Es wurde dann auch ein sehr taktisches Rennen. Ich habe heute alles für mein Ergebnis gegeben.“

 

Schließlich kam eine größere Verfolgungsgruppe an, aus der sich Pablo Castrillo (Movistar) und Lorenzo Fortunato (XDS – Astana) auf den letzen Metern noch lösten. Eine Gruppe, die für die Klassement-Absichten Voisards zu groß war, er verbesserte sich vom 16. auf den 15. Platz in der Gesamtwertung. “Natürlich hätte ich im GC noch näher ranfahren können. Die anderen Fahrer hätten dasselbe Interesse haben müssen, aber andere Teams hatten mehr als einen Fahrer in der Gruppe“, sagte der Schweizer.

Bis zum Podium dürfte für Voisard zu weit zu sein – 1:50 Minuten fehlen zu Lenny Martínez (Bahrain Victorious), der Rang drei belegt. Aber in seiner Heimatregion wird er sich am Schlussanstieg noch einmal präsentieren wollen, die ansteigende Form dazu bringt er mit. Und seine Equipe kann – wenn nichts Unerwartetes mehr passiert, - auf jeden Fall ein Führungstrikot mit in die Firmenzentrale nehmen.

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