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04.05.2026 | (rsn) – Das Wochenende war für die österreichischen Kontinental-Teams ein regelrechter Rennmarathon. Vom schweren internationalen GP Vorarlberg am Freitag ging es für viele Fahrer direkt weiter nach Niederösterreich, wo am Samstag die Kriteriums-Meisterschaften und am Sonntag das Bundesliga-Rennen der Erlauftaler Radsporttage auf dem Programm standen.
Zum Auftakt des Wochenendes wartete mit dem GP Vorarlberg (UCI 1.2) in Nenzing direkt das schwerste Rennen auf die heimischen Teams. Auf der profilierten Zielrunde behauptete sich Emanuel Zangerle (Vorarlberg) in dem hochkarätig besetzten, internationalen Feld als bester Österreicher auf dem fünften Platz.
"Mit ein paar Tagen Abstand sind wir voll zufrieden und happy mit dem Ergebnis. Wir waren in den Gruppen immer mit vertreten", erklärte der Sportliche Leiter Paul Renger im Gespräch mit RSN und führte weiter aus: "Auf der letzten großen Runde hat Visma - Lease a Bike Development das Rennen sehr schnell gemacht. Wir hätten es eigentlich erst zur Anfahrt auf die Zielrunden schnell machen wollen, aber da war schon vorher eine Vorentscheidung gefallen. Wir waren da noch mit vier Leuten vertreten, aber im Sprint waren die anderen einfach ein bisschen stärker."
Neben Zangerle schafften es aus heimischer Sicht nur Richard Riska (Hrinkow - Advarics) als Achter und Thomas Tichler (WSA - KTM - Graz) als 13. in die vordere Gruppe. Letzterer war bei seiner Mannschaft der ausgewiesene Kapitän für Nenzing. "Wir haben alles auf Thomas gesetzt, weil wir nur zu fünft am Start waren", hieß es dazu aus den Reihen von WSA - KTM - Graz. "Im Finale konnte er sich in der 13-köpfigen Spitzengruppe dann aber leider nicht entscheidend durchsetzen."
Auch für das Team Arbö - Kärnten - Feld am See verlief der Tag in Vorarlberg nicht ganz nach Plan. Nachdem man mit Matic Žumer und Gerg? Orosz auf ein Top-10-Ergebnis gehofft hatte, verpasste das Team in der letzten großen Runde die entscheidende Gruppe. "Der Plan ging leider nicht auf", bilanzierte der Sportliche Leiter David Polzer. Žumer belegte am Ende als bester Fahrer der Kärntner den 30. Platz.
Am Samstag standen in Wieselburg zunächst die österreichischen Meisterschaften im Kriterium auf dem Programm. Hier konnte das Team Schwingshandl - Intralogistics den Frust vom Vortag abschütteln und jubelte über das Meistertrikot von Fabian Steininger in der Elite-Klasse.
"Das Rennen am Freitag in Nenzing verlief für uns nicht nach Wunsch. Unsere drei Bestplatzierten kamen mit dem Hauptfeld ins Ziel, nachdem wir auf der letzten großen Runde die entscheidende Spitzengruppe verpasst hatten", fasste Fahrer Marvin Hammerschmid zusammen. "Umso erfreulicher war das Ergebnis am Tag darauf: Mit Fabian Steininger konnten wir uns den Österreichischen Kriteriums-Meister sichern."
Das erfolgreiche Wochenende in drei Bildern (v.l.): Jakob Sertic (WSA - KTM - Graz) jubelt über
U23-Gold im Kriterium, Fabian Steininger (Schwingshandl - Intralogistics) feiert den Kriteriums-Meistertitel der
Elite und Philipp Hofbauer (Vorarlberg) freut sich über den Sieg bei den Erlauftaler Radsporttagen. | Foto:
WSA/Vorarlberg
Auch die Equipe WSA - KTM - Graz war in Wieselburg überaus erfolgreich. In der U23-Klasse krönte sich Jakob Sertic zum österreichischen Meister, während sein Teamkollege Felix Prünster die Bronzemedaille gewann.
Abseits des Kampfes um die Medaillen setzte auch das Team Arbö - Kärnten - Feld am See ein Ausrufezeichen. Christian Linortner konnte sich im stark besetzten Feld der Elite-Klasse gut behaupten und sicherte sich den fünften Platz.
Am Sonntag folgte im Rahmen der Erlauftaler Radsporttage das nächste Rennen in Wieselburg. Auf dem 170 Kilometer langen Kurs, der neun Runden mit jeweils einer 500 Meter langen Gravel-Passage umfasste, kämpften die Fahrer um wichtige Punkte für die österreichische Rad-Bundesliga (Road Cycling League Austria).
Hier schlug die Stunde von Philipp Hofbauer, der dem Team Vorarlberg einen umjubelten Sieg bescherte. Der Österreicher setzte sich im Finale einer Ausreißergruppe durch. "Von Anfang an war Hrinkow - Advarics ganz vorne mit uns in den Attacken dabei", blickte Renger auf den Rennverlauf zurück. "Auf den kleinen Runden hat dann Colin Stüssi das Tempo so verschärft, dass Philipp irgendwann attackieren konnte. Er war am Ende noch mit Richard Riska und Luke Meyer-Eland zusammen, den sie in der letzten Runde noch abgestellt haben. Im Sprint war Philipp dann schneller."
Besonders freute Renger, dass sich der Einsatz für Hofbauer auszahlte: "Das ist sehr, sehr erfreulich, dass das jetzt endlich mal geklappt hat. Er hatte einen etwas holprigen Saisonstart, hat aber immer weiter darauf aufgebaut und den Kopf nicht in den Sand gesteckt."
Aufmerksam an der Spitze: Die Mannschaft Schwingshandl - Intralogistics präsentierte sich bei der
österreichischen Rad-Bundesliga stets auf der Höhe des Geschehens. | Foto: Schwingshandl - Intralogistics
Hinter Hofbauer drückte Hrinkow - Advarics dem Rennen seinen Stempel auf. Der Routinier Riccardo Zoidl attackierte im Finale mehrfach und sicherte sich den zweiten Platz. Sein Teamkollege Valentin Poschacher entschied den Sprint der ersten Verfolgergruppe für sich und komplettierte als Dritter das Podium.
Abgerundet wurde das starke Abschneiden der heimischen Teams durch Samuel Novák (Tirol - KTM) und Matic Žumer (Arbö - Kärnten - Feld am See), die nach den 170 Kilometern die Plätze fünf und sechs belegten. Für das Team aus Feld am See war das Rennen ein voller Erfolg, wie David Polzer erklärte: "Matic sprintete auf Rang sechs, Gerg? Orosz folgte auf Platz zehn und Christian Linortner kam als Elfter ins Ziel. Mit der Leistung sind wir sehr zufrieden, zumal der dritte Platz in der Teamwertung ein großer Erfolg für uns ist." Wer die Rennen noch einmal hautnah miterleben möchte, kann dies in Kürze auf dem YouTube-Kanal des Teams tun, wo regelmäßig Vlogs zu den Bundesliga-Läufen veröffentlicht werden.
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