Es fehlt das Geld - Hoffnung auf 2027

Tour de Romandie Féminin für 2026 abgesagt

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Tour de Romandie Féminin für 2026 abgesagt"
Elise Chabbey (FDJ - Suez) gewann die Tour de Romandie Féminin 2025. | Foto: Cor Vos

14.05.2026  |  (rsn) – Die 5. Tour de Romandie Féminin wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das gaben die Veranstalter der Rundfahrt in der Westschweiz bekannt. Das eigentlich für 4. bis 6. September geplante Women's WorldTour-Event musste abgesagt werden, soll aber im Jahr 2027 zurückkehren, teilten die Veranstalter um Renndirektor Richard Chassot mit. Schon rund um die Tour de Romandie der Männer wurde Ende April deutlich, dass dem Rennen Geldgeber fehlen – für das Frauenrennen bedeutet dieser Umstand nun das zumindest vorübergehende Aus.

"Die Entscheidung basiert auf zwei Hauptfaktoren", heißt es in der Bekanntmachung der Veranstalter. "Zunächst gibt es eine außerordentliche Konzentration großer Events in den kommenden Monaten in der französischsprachigen Schweiz (Eishockey-Weltmeisterschaften, G7-Gipfel, Grand Départ der Tour de France Femmes), was eine große Belastung für die auch zur Organisation unseres Rennens benötigten Ressourcen bedeutet (Sicherheitskräfte, Logistik, Volunteers)."

Zweitens würden eben einfach die Sponsoren für das 2026er Event fehlen. "In diesem Kontext - und aus Respekt vor den lokalen Komitees, die sich bereits bereiterklärt haben, Etappen zu organisieren – wurde es vorgezogen, eine schnelle, verantwortliche und vernünftige Entscheidung zu fällen. Diese Verschiebung dient auch der finanziellen Stabilisierung der Stiftung und der langfristigen Gewährleistung der Qualität und Nachhaltigkeit der Veranstaltung."

Die Veranstalter betonten, dass man in der vergangenen Woche aber auch vielversprechende Gespräche geführt habe, um eine Zukunft der beiden Rennen – Männer wie Frauen – zu ermöglichen, ohne dabei aber konkret zu werden. Nach den Austragungen 2025 verlor die Tour de Romandie den Käsehersteller Le Maréchal als Hauptsponsor und konnte für 2026 keinen Ersatz finden. Laut dem SRF bedeute das "Mindereinnahmen von 300.000 bis 500.000 Franken", die ausgeglichen werden müssen.

Die Tour de Romandie Féminin 2025 litt im vergangenen Sommer außerdem unter den Auswirkungen eines Machtkampfes zwischen UCI und Teams rund um die Verwendung von durch die UCI entwickelten GPS-Trackern und der nicht klar geregelten Vermarktung der dadurch aufgezeichneten Daten. Kurz vor dem Auftakt-Bergzeitfahren wurden daher die Fahrerinnen der Teams Canyon – SRAM – zondacrypto, EF Education – Oatly, Lidl – Trek, Picnic – PostNL und Visma – Lease a Bike durch die UCI-Jury ausgeschlossen.

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