Die Stimmen zur 8. Etappe des Giro d’Italia

Ciccone: “Morgen beginnt für mich ein neuer Giro“

Von Kevin Kempf

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Giulio Ciccone (Lidl – Trek) | Foto: Cor Vos

16.05.2026  |  (rsn) – Es dauerte lange, bis sich auf der 8. Etappe des Giro d‘Italia (2.UWT) Ausreißer aus dem Feld lösen konnten. Letztlich machte ein Spitzentrio die Sache unter sich aus, in dem UAE - Emirates - XRG  mit Jhonatan Narvaez und Mikkel Bjerg gleich doppelt vertreten war. Das Duo spielte seine Überlegenheit geschickt aus, so dass Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) im Finale keine Chance hatte. 

Rund zwölf Kilometer vor dem Ziel löste sich Narvaez an einem der steilen Hügel, verteidigte seinen Vorsprung und feierte seinen zweiten Etappensieg im Rahmen dieser Italien-Rundfahrt.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 8. Etappe des Giro d‘Italia:

Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates - XRG / Sieger / Ziel-Interview): “Das ist wichtig für mich, gerade nach der Verletzung im Januar. Wir sind nur zu fünft, aber wir spielen unsere Karten gut aus. Wir haben eine gute Atmosphäre im Team. Ich denke wir werden hier noch öfter gewinnen in den nächsten Wochen.“

Andreas Leknessund (Uno-X Mobility / Zweiter / Eurosport): “Am Start hatten wir enorm viel Gegenwind. Ich war schon sehr aktiv, um in die Gruppe zu kommen. Irgendwann habe ich den Jungs gesagt, dass ich es aufgebe. Niemand würde bei dem Wind wegfahren können. Da klappte es aber doch mit Bjerg und Narvaez. Wir haben gut zusammengearbeitet. Aber Narvaez war am Ende stärker, wie ich schon irgendwie erwartet hatte.“

Mikkel Bjerg (UAE – Emirates – XRG / 16. / Eurosport): “Es war richtig gut heute. Ich freue mich sehr für Jhonny (Narvaez), aber auch über meine Leistung. Es war eine perfekte Etappe. Ich hatte die Möglichkeit, den Unterschied für das Team zu machen. Wenn Jhonny dann solche Beine hat, ist es relativ einfach. Er musste an einem Berg kurz auf mich warten, aber dann hatte ich 14 Kilometer Einzelzeitfahren vor mir, um eine ausreichend große Lücke für das Finale herzustellen.“

Derek Gee-West (Lidl - Trek / 40. / Pressemitteilung Team): “Die Formation der Gruppe hat ewig gedauert und es war wirklich schwer. Giulio war hier auf den Straßen seiner Heimat unterwegs und er wäre gern vorn dabei gewesen. Er wurde aber gut gedeckt. Es war kein deutlicher GC-Tag und ganz klar kein Sprint, dann weis jeder, dass die Gruppe eine gute Chance auf den Tagessieg hat. Und wenn man dann in der Gruppe ist, hat man selbst die Chance. Deswegen werde Tage wieder dieser ein riesiges Chaos.“

Giulio Ciccone (Lidl – Trek / 68. / Eurosport): “Der Anfang der Etappe war sehr gut für mich. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Trotzdem war das Rennen sehr nervös. Ich habe ein paar Mal versucht mitzuspringen, aber ich war im Klassement zu weit vorn. Visma und das Rosa Trikot wollten mich nicht vor dem Feld haben. Deswegen habe ich versucht, alles für Derek (Gee-West) zu geben. Im letzten Anstieg habe ich es dann ruhig angehen lassen. Morgen beginnt für mich ein neuer Giro.“

Bart Lemmen (Visma – Lease a Bike / 70. / Eurosport): “ Zu diesem Zeitpunkt [als die Gruppe ging, d.Red.] hatten wir Gegenwind. Ich weiß nicht genau, was da passiert ist. Vermutlich haben einige Fahrer einfach aufgehört zu treten. Wenn man da aufhört zu treten, kann eine Lücke sehr schnell größer werden. Deswegen mussten wir in der Gruppe dahinter dann richtig Gas geben. Es war keine günstige Situation für uns, aber auch für andere Teams. Es gab keine Panik, weil noch die hügelige Zone vor uns lag.“

Fillipo Ganna (Netcompany - Ineos / 151. / Eurosport): “Ich habe es heute gemeinsam mit Alberto (Bettiol) versucht, aber das Feld hat nicht aufgehört nachzufahren und somit waren wir wieder zurück. Es war ein gutes Training für das Einzelzeitfahren.“

Matxin Fernandez (Teamchef UAE – Emirates – XRG / Eurosport): “Wir könnten nicht stolzer auf ihn (Narvaez, d.Red.] sein. Das Team hat so viel Charakter und Einstellung bewiesen mit drei Etappensiegen bei nur noch fünf Fahrern im Team. Heute waren zwei in der Ausreißergruppe und noch zwei in der Verfolgergruppe. Die Einstellung war klasse und alles ist heute perfekt für uns gelaufen. Auch den dritten Sieg widmen wir Adam Yates, Marc Soler und Jay Vine.“

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Gesamtzweiter / Ziel-Interview): “Ich weiß nicht, ob ich heute so gefahren bin, als ob ich der Gesamtführende wäre. Ich bin so gefahren, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir wollten sicher sein. Heute war nicht der Tag für uns, um einen Unterschied zu machen. Da kommen noch einige Tage.“

Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / Rosa Trikot / CyclingPro.net): “Ich habe mich etwas im Hintergrund aufgehalten, um das Rennen lesen zu können. Im letzten Kilometer habe ich dann kurz vor dem Pflaster angegriffen. Ich wollte den Speed vor den Steinen mitnehmen. Danach gab es vielen Kurven, da war es einfach vorn zu fahren.“

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