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01.06.2026 | (rsn) – Jordi Meeus (Red Bull – Bora – Hansgrohe) hat den Auftakt der Tour de Wallonie (2. Pro) gewonnen. Auf den 180 Kilometern von Manage nach Lobbes, die vor allem im zweiten Teil einige Wellen bereithielten, siegte der Belgier vor Anders Foldager (Jayco – AlUla) und Kim Heiduk (Netcompany – Ineos). In Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché) hatte einer der Mitfavoriten auf den Tagessieg zwei Defekte, den letzten gut zwei Kilometer vor dem Ziel.
Dort ging es bergauf, einen echten Bergsprint gab es aber dennoch nicht, da die Strecke auf den letzten 300 Metern wieder ausflachte.
“Ich bin sehr glücklich über den Sieg, das Team hat einen sehr guten Job gemacht. Es war ein ziemlich hartes Finale, aber ich hatte gute Beine und auch ein gutes Timing“, sagte Meeus im Siegerinterview. “Das Team hat mich immer gut in Position gehalten, wir hatten auch im letzten Anstieg ein gutes Pacing.“
Für Meeus, der damit auch die Gesamtführung übernimmt, ist es nach Le Samyn (1.1) und der Schlussetappe der 4 Tage von Dünkirchen zuletzt im Mai der dritte Saisonsieg. Der 27-Jährige hat rennübergreifend damit seine letzten beiden Renntage gewonnen.
Aber auch Heiduk hat mit Rang drei seine gute Form bestätigt. Auch der 26-Jährige war in Dünkirchen am Start und dort einmal aufs Podium gefahren. Der deutsche Ineos-Profi hatte schon einige Kilometer zuvor die Offensive gewählt, aber offenbar auch noch genügend Körner, um es nochmal auf der Zielgeraden zu versuchen.
In Dries De Bondt (Jayco – AlUla), Samuel Florez (Modern Adventure) und Konti-Fahrer Jarno Bellens (Baloise Verzekeringen - Het Poetsbureau Lions) fand sich schnell ein Spitzentrio, dass die Ausreißergruppe des Tages bildete. Oscar Schempp (Bike Aid) hätte zwar auch gern dazugehört, entschied sich aber erst zu spät zu einer Konterattacke und konnte die Lücke nicht mehr zufahren. Das Trio erarbeitete sich in der Folge bis zu vier Minuten Vorsprung.
Das Profil der 1. Etappe der Tour de Wallonie | Foto: Veranstalter
Zwischenzeitlich wurde das Rennen neutralisiert – eine Baustelle auf der Strecke wäre zu gefährlich gewesen, um sie im Renntempo zu fahren. An der Gesamtsituation änderte das aber nichts. Bis Rennmitte hatte sich der Abstand aber wieder mehr als halbiert. Red Bull und Lotto teilten sich die Nachführarbeit. Als die Fahrer 44 Kilometer vor dem Ende den finalen Rundkurs erreichten, sah die Situation immer noch ähnlich aus.
Auf dem Rundkurs schaltete sich auch NSN in die Verfolgung ein. Mit der steilen Mauer von Thuin wartete auf jeder Runde auch ein Hindernis, dass nicht ohne weiteres bewältigt werden konnte. An den 300 Metern mit 8,7 Prozent im Schnitt riss das Feld schon bei der ersten Überfahrt. Kurz vor der zweiten, gut 17 Kilometer vor dem Ziel, waren dann auch die Ausreißer gestellt.
Dort drückte Krists Neilands (NSN) voll aufs Tempo und riss damit eine Lücke. Sechs Mann um Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Heiduk überbrückten das Loch, doch die Zusammenarbeit funktionierte an der Spitze nicht nach Maß, sodass das Feld wieder aufschließen konnte.
2,5 Kilometer vor dem Ziel ging es nochmal bergauf. Wieder versuchte es Neilands, doch der Lette kam nicht durch. Die letzte Steigung war nicht schwierig genug, um die Sprinter in Bedrängnis zu bringen. Und so war es Meeus, der auf der ausflachenden Zielgerade nicht zu schlagen war.
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