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18.06.2026 | (rsn) – Mitfavorit Matisse Van Kerckhove (Visma – Lease a Bike) hat die 5. Etappe des Giro Next Gen (2.2U) im Zweiersprint gewonnen. Nach 139 Kilometern rund um Bacoli war der Belgier knapp schneller als der Italiener Nicolo Arrighetti (General Store – Essegibi – F.Lli Curia) und übernahm so auch das Rosa Trikot des Gesamtführenden.Â
Elf Sekunden nach dem Duo wurde das stark dezimierte Feld vonm Belgier Thor Michielsen (Lidl – Trek Future Racing) vor dem Franzosen Aubin Sparfel (Decathlon – CMA CGM) und dem Italiener Matteo Scalco (XDS – Astana Development) ins Ziel geführt.
“Es war heiß und die Runde ist ziemlich schwer“, begann Van Kerckhove sein Ziel-Interview. Die 18 Kilometer lange Runde, die achtmal absolviert werden musste, hatte für mehr Strapazen gesorgt, als das Profil hätte vermuten lassen. Kurz vor der letzten Zielpassage hatte der Bruder von Seff Van Kerckhove, der gerade bei Decathlon unterschrieben hat, sich aus der Favoritengruppe davongeschlichen. “Ich bin in der letzten Abfahrt vor dem Ziel zur Spitzengruppe gesprungen. Ich hatte tolle Beine und bin weitergefahren.“
Trotzdem kam Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) am Hügel wieder heran, der U23-Weltmeister schien den in Spanien aufgewachsenen Van Kerckhove bergauf im Griff zu haben. Doch mangelnde Zusammenarbeit sorgte für eine unerwartete Wendung. “Mit dem anderen Jungs ließen sie mich wieder wegfahren. Wir sind bis zum Ziel gefahren“, blickte er zurück.
Neben Finn hinterließen der Kletterer Mateo Ramirez (UAE – Emirates – Gen Z) und der Hügelspezialist Sparfel bergauf den besten Eindruck. “Sie werden es mir schwer machen. Morgen wird es schwer und wir werden sehen, wie es läuft. Aber ich werde ganz sicher versuchen, das Trikot zu verteidigen“, versprach der Visma-Kapitän, der im Winter in die WorldTour aufsteigen wird.
Matthew Dodd (Ineos Grenadiers Academy) und Jesper Stiansen (Tudor U23) gefiel ihre gemeinsame Ausfahrt vom gestrigen Tag so gut, dass sie es heute direkt nochmal probierten. Jurgen Zomermaand (Picnic – PostNL Development), Arrighetti, Mattia Negrenti (XDS – Astana Development) und Sebastian Grindley (Lidl – Trek Future Racing) leisteten ihnen diesmal Gesellschaft. Dem starken Sextett wurden etwas mehr als zwei Minuten Vorsprung gegönnt.
Während Zomermand den Anschluss verloren hatte, wagte Federico Savini (Soudal – Quick-Step) in der vorletzten Passage der Hügelzone den Sprung, den er eingangs der Schlussrunde erfolgreich abschloss. In dem Moment entwischte Van Kerckhove dem 45 Sekunden zurückliegenden, stark dezimierten Peloton. Eingangs des letzten Kilometers überbrückte er seinen Rückstand und drängte die Red Bull Rookies damit in die Defensive.
Das Streckenprofil der 5. Etappe des Giro Next Gen | Foto: Veranstalter
Die nutzte Finn am nächsten kurzen Hügel zur Offensive. Nachdem der Rückstand auf 20 Sekunden reduziert wurde, erhöhte der Italiener das Tempo und schloss mit Ramirez und Sparfel zur bergauf halbierten Spitze auf. Da nur Finn und Van Kerckhove arbeiten wollten, ließ der "Nachwuchsbulle" seinen belgischen Kontrahenten mit noch 8,5 zu fahrenden Kilometern genervt fahren. An den hängte sich Arrighetti ran, während der Rest von der nächsten Gruppe gestellt wurde.
Sechs Kilometer vor dem Ziel begann die letzte Passage in den Hügeln und Finn kontrollierte die Gruppe und das Geschehen von vorn. Ernst machte er aber nicht mehr. An der letzten Kuppe eingangs der letzten drei Kilometer lag das Duo 15 Sekunden vorn. Der Italiener übernahm die Führung nicht mehr, war aber auf der Zielgeraden trotzdem nicht mehr in der Lage am Belgier vorbeizukommen. Die anderen Favoriten kamen 11 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel.
Max Bock (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) war als 32. erneut der Beste der deutschen Teilnehmer. Neben Finn war er der einzige Fahrer seiner Mannschaft im 31-köpfigen Feld.
Im Klassement liegt Van Kerckhove 15 Sekunden vor Matteo Vanhuffel (Picnic – PostNL Development). Sparfel ist zwei Sekunden dahinter Dritter. Davide Donati (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) verteidigte die Führung in der Punktewertung, Dodd baute die im Bergklassement aus.
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