“In den Bergen habe ich mein Ding gemacht“

Finn holt mit seinem Zeitfahrsieg das Rosa Trikot

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Finn holt mit seinem Zeitfahrsieg das Rosa Trikot"
Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) gewinnt das Zeitfahren und den Giro Next Gen. | Foto: RCS Sport

21.06.2026  |  (rsn) – Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) hat auch das Abschlusszeitfahren des 49. Giro d’Italia Next Gen (2.2U) gewonnen. Hinter dem Italiener wurde Adam Rafferty (Hagens Berman Jayco) mit 16 Sekunden Rückstand Tageszweiter. Weitere 16 Sekunden dahinter belegte Matisse Van Kerckhove (Visma – Lease a Bike Development) den dritten Rang.

Mit seinem zweiten Etappensieg sicherte sich Finn zugleich wie erwartet den Gesamtsieg. Der U23-Weltmeister wurde somit seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Das Podium der Gesamtwertung blieb unverändert. Sein Vorsprung auf Mateo Ramirez (UAE – Emirates – Gen Z) beträgt 2:10 Minuten. Henrique Bravo (Soudal – Quick-Step Devo Team) wurde Gesamtdritter, 20 Sekunden hinter Ramirez.

“Dieses Rennen war mein wichtigstes Ziel in dieser Saison. Ich war im vergangenen Jahr auch schon hier, da haben wir fast mit Luke Tuckwell gewonnen“, sagte Finn erleichtert im Flash-Interview. “Es ist schwer, das hier in Worte zu fassen. Im Fernsehen sieht man nur diese Woche hier. Aber die Vorbereitung hat fast vor einem Jahr begonnen“, erklärte er weiter.

Bei hohen Temperaturen war der Italiener auf dem welligen Kurs mit über 400 Höhenmetern etwas überraschend nicht zu schlagen. Der 19-Jährige lobte sein Team, das mit insgesamt drei Etappensiegen und dem Rosa Trikot von Finn auf eine äußerst erfolgreiche Woche zurückblicken kann. Zudem gewann Davide Donati die Punktewertung. Lediglich in der Bergwertung mussten die Nachwuchsbullen Matthew Dodd (Ineos Grenadiers Academy) den Vortritt lassen. “Das gesamte Team war diese Woche unglaublich“, sagte Finn. “Wir konnten uns aus allen Schwierigkeiten heraushalten. Dann habe ich in den Bergen mein Ding gemacht.“

Das Streckenprofil der 8. Etappe des Giro Next Gen | Foto: Veranstalter

Bester Deutscher war wieder einmal Finns Teamkollege Max Bock. Der 21-jährige Mainzer belegte mit 1:17 Minuten Rückstand den 15. Platz im Tagesklassement. Somit rutschte er in der Gesamtwertung um eine Position auf den neunten Rang ab. Der Zeitfahrspezialist Rafferty, der als einer der Top-Favoriten auf den Tagessieg ins Rennen gegangen war, überholte Bock am letzten Tag noch. Dennoch beendete der Deutsche erneut eine U23-Rundfahrt unter den Top Ten der Gesamtwertung.

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