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26.07.2026 | (rsn) – Als Gesamtzwölfter und damit zweitbester Belgier hinter seinem früheren Teamkollegen Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) nahm Ilan Van Wilder (Soudal - Quick-Step) die gestrige Königsetappe der 113. Tour de France in Angriff. Nach einem Sturz in der Abfahrt vom Col de la Croix de Fer, dem ersten von drei HC-Bergen des Tages, musste der 26-Jährige das Rennen allerdings aufgeben.
Nachdem zunächst keine genaueren Informationen über den Unfallhergang vorlagen, sorgte Van Wilder in den Sozialen Medien selber für Aufklärung. “Ich fuhr mit 75 Kilometern pro Stunde den Col de la Croix de Fer hinunter, als ich plötzlich aufgrund eines platten Vorderreifens heftig stürzte“, schrieb der Allrounder, der noch Glück im Unglück hatte und nach eigenen Angaben mit Prellungen und Hautabschürfungen davon kam.
Viel heftiger traf ihn aber die Erkenntnis, wie knapp er an einer Katastrophe vorbeigeschrammt war. “Völlig geschockt, desorientiert und fassungslos, fragte ich mich, was passiert war, und konnte einfach nicht weiterfahren. Das war mit Sicherheit die höchste Geschwindigkeit, mit der ich je gestürzt bin, und zu wissen, dass so etwas jederzeit passieren kann, ist beängstigend.“
Van Wilder war sich dessen bewusst, dass “es viel schlimmer hätte ausgehen können." Dennoch blieb ihm offenbar in der Erinnerung haften, wie schmal der Grat ist, auf dem Radprofis wandeln. “Auch wenn einem gesagt wird, dass alles gut wird, was wäre gewesen, wenn es schlimmer gekommen wäre? Darüber denkt man lieber nicht nach …“, fügte er an.
Erst gegen Ende seines Beitrags kam er auf die sportlichen Aspekte zu sprechen. “All die harte Arbeit nach dem ohnehin schon schwierigen Saisonstart, all die Vorbereitungen, der tägliche Kampf und das Leiden haben mir eine gute Form und ein großartiges Ergebnis auf höchstem Niveau beschert. Umso schwerer ist es, wenn alles in einem Augenblick zu Staub zerfällt“, so Van Wilder.
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