--> -->
09.08.2026 | (rsn) – Zwei Wochen nach seinem vierten Platz auf den Champs-Élysées in Paris, mit dem er ein starkes Tour-Debüt abschloss, setzt Max Kanter wieder auf dem Rad. Allerdings lässt es der Sprinter von XDS – Astana noch etwas ruhiger angehen, wie er RSN verriet.
“Ich wollte diese Woche vom Umfang her schon etwas steigern, aber mein Körper sagt mir, ich brauche noch etwas Erholung“, sagte Kanter, der sich in der heimischen Sächsischen Schweiz “noch auf ein paar lockere Ausfahrten, meistens mit einem Coffee-Stop“ beschränkte, wie er grinsend anfügte.
Zu seiner ersten Frankreich-Rundfahrt, bei der er auf fünf Etappen in die Top Ten fuhr, fand Kanter nur gute Worte: “Ich kann mit meinem Tour-Debüt zufrieden sein, das Team hat mir positives Feedback gegeben – und auch, wenn es nicht ganz zu einem Etappensieg gereicht hat, so konnte ich viel für die Zukunft mitnehmen“, so der 28-Jährige, der nunmehr Erfahrungen aus allen drei großen Landesrundfahrten vorweisen kann. ___STEADY_PAYWALL___
Bei der Tour war ein zweiter Platz auf der 5. Etappe in Pau hinter Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM), wie Kanter ein Tour-Debütant, sein bestes Ergebnis. Noch näher dran am großen Triumph schien er aber auf der Schlussetappe, auf der sich Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) sich knapp vor dem jagenden Feld ins Ziel rettete.
Gleich bei seiner ersten Tour de France war Max Kanter (XDS – Astana) ein Begehrter Gesprächspartner. | Foto: Cor Vos
“Erstmal muss man sagen, van der Poel war an dem Tag der verdiente Gewinner“, schränkte Kanter jedoch ein. “Decathlon hat es für uns Sprinter möglich gemacht, überhaupt nochmal in die Situation zu kommen, um den Etappensieg mitzukämpfen“, lobte er dann auch noch Kooijs Equipe, die den Niederländer zum zweiten Tagessieg eskortieren wollte.
Tatsächlich fing das Feld Tour-Sieger Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) auf der Zielgeraden noch ein, doch an van der Poel bisschen die Verfolger sich die Zähne aus. Dennoch war es am Ende eine Sache von Zentimetern. “Ich hatte eine ziemlich hohe Endgeschwindigkeit und konnte dadurch auf den letzten 100 Metern noch viel gut machen“, erinnerte sich Kanter und fügte mit leichter Selbstkritik angesichts seines vierten Platzes an: “Aufgrund meiner hohen Endgeschwindigkeit wäre es im Nachhinein betrachtet möglich gewesen, auch früher meinen Sprint zu starten.“Â
Das klang schon deutlich abgeklärter als er in seiner ersten Enttäuschung nach dem Zieleinlauf in Paris geklungen hatte. Alles in allem gut zurecht kam der zweimalige Deutsche U23-Meister mit der extremen Hitze, die auch immer wieder für Diskussionen im Feld sorgte. “Natürlich sollte das Thema Sicherheit oberste Priorität haben. Es kann in Zukunft ein immer relevanteres Thema werden. Dann muss es Gespräche mit allen Parteien geben“, sagte Kanter dazu.
Bei XDS - Astana hatte es ihm zumindest an nichts gefehlt. “Das Team hat einen guten Job gemacht und uns mit viel Eis und Verpflegungspunkten versorgt, dazu hatten wir bei fast allen Zielorten einen Van mit einer Eistonne. Das hat extrem geholfen, die Körpertemperatur schnell wieder in den normalen Bereich zurück zu holen“, erzählte er.
Trotz hoher Endgeschwindigkeit verpasste Kanter (Mitte) auf der Schlussetappe knapp den ganz großen Coupr | Foto: Cor Vos
Nach der planmäßigen Rennpause geht es für Kanter am 16. August in Hamburg weiter, wo er mit seiner Mannschaft bei den ADAC Cyclassics (1.UWT) antritt. Danach folgt allerdings nicht die Deutschland Tour (2.Pro / 19. - 23. Aug.), weil XDS – Astana dafür nicht gemeldet at. Stattdessen ist für Kanter in Belgien die Renewi Tour (2.UWT) geplant, wo sich den Sprintern gute Chancen bieten.
“Dann habe ich eine längere Trainingsphase, um danach bei einigen belgischen Herbstklassikern zu starten. Mein Saisonabschluss wird dann bei der Tour of Guanxi sein“, kündigte Kanter an. Auch bei der über sechs Tage gehenden letzten WorldTour-Rundfahrt des Jahres wird er alles andere als chancenlos sein, im vergangenen Jahr landete er an den ersten drei Tagen jeweils in den Top 6.
So wird Kanter auch zum Ende seiner achten Profisaison noch einige Gelegenheit auf seinen zweiten Saisonsieg nach Paris-Nizza (2.UWT), wo er das zweite Teilstück für sich entschied, bekommen – und vielleicht wird er da schon seine bei der Tour gewonnenen Erfahrungen gewinnbringend einsetzen können.
17.08.2026Seixas klärt Zukunftsfrage bei Kriterium in Etten-Leur(rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat seine Auszeit nach seinem vierten Platz bei der Tour de France beendet und bei einem Kriterium im niederländischen Etten-Leur teilgenommen. Am Rande
02.08.2026Rubio: “Können daran arbeiten, dass sich so was nicht wiederholt“(rsn) – Ermals nach seinem schlimmen Sturz auf der 19. Etappe der Tour de France hat sich Einer Rubio zu Wort gemeldet. “Es sind nun einige Tage seit dem Unfall bei der Tour de France vergangen, u
31.07.2026Vingegaard: “Haben die Tour vielleicht falsch eingeschätzt“(rsn) – Als Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf der 15. Etappe der Tour de France stürzte und mit einem Schlüsselbeinbruch ausschied, lag er auf Rang zwei im Klassement bereits ziemlich
28.07.2026Seixas: “Bin stolz auf den vierten Platz in der Gesamtwertung“(rsn) – Zum Podium in Paris hat es trotz aller Bemühungen nicht mehr gereicht, doch mit Platz vier bei seinem Debüt bei der Tour de France (2.UWT) kann Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) mehr als
28.07.2026Plugge zu nächtlicher Kontrolle: “Hat unserem Team geschadet“(rsn) – In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli gab es bei der Tour de France 2026 nächtliche Dopingkontrollen - und zwar bei den beiden besten Fahrern im Klassement. Jonas Vingegaard (Visma - Lease
27.07.2026Grün ist abgehakt! Jetzt jagt Pedersen ein Monument(rsn) – Mit zwei Zielen war Lidl – Trek zur Tour de France 2026 gereist: Etappensieg(e) und Grünes Trikot für Mads Pedersen! Der Däne bekam dazu fast ein ganzes Team an Helfern abgestellt. Der
27.07.2026Nach dieser Tour träumen Evenepoel und Denk von mehr(rsn) – Am Ende wurden beide Ziele erreicht. Red Bull – Bora – hansgrohe blickt nach zwei Etappensiegen und dem zweiten Platz im Gesamtklassement von Remco Evenepoel auf eine erfolgreiche Tour d
27.07.2026Degenkolbs elfte war seine letzte Tour: “Kann gut damit leben“(rsn) – Die Schlussetappe seiner letzten Tour de France (2.UWT) beendete John Degenkolb (Picnic – PostNL) auf dem 89. Platz. Aus ganz anderen Gründen jedoch wird ihm seine Abschiedsvorstellung au
27.07.2026Philipsen nimmt die Beine hoch, damit van der Poel sicher siegt(rsn) - Ein unglaublich spannendes Finale und eine ganz große Geste auf den Champs-Élysées krönten diese 113. Tour de France. Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der mit der größten Ges
26.07.2026Tränen statt Triumph: Kanter Vierter auf den Champs-Élysées(rsn) - Die Emotionen übermannten Max Kanter (XDS - Astana) im Ziel der Tour de France. Sichtlich gerührt und enttäuscht zeigte sich der Deutsche über seinen vierten Platz auf der finalen 21. Eta
26.07.2026Der neue Pogacar: Bei dieser Tour mehr als nur ein Seriensieger(rsn) - Tadej Pogacar (UAE - Emirates – XRG) erwies sich bei dieser Tour de France als Sieger aller Klassen. Der Slowene ist als souveräner Radsportkönig in Paris eingefahren. Den Stadtberg Montm
26.07.2026Das Preisgeld-Ranking: So viel erkämpften die Tour-Teams(rsn) – 2.300.600 Euro hat die Tour de France in diesem Jahr an Preisgeld an die 23 Mannschaften ausgeschüttet. Das sind 2.000 Euro weniger, als ursprünglich ausgeschrieben (hier das Preisgeldsyst
23.09.2026Denz schlägt bei Tudor ein neues Kapitel in seiner Karriere auf (rsn) - Nach vier erfolgreichen Jahren wird Nico Denz das Team Red Bull – Bora – hansgrohe am Saisonende verlassen und zum Schweizer Zweitdivisionär Tudor wechseln. Nach Angaben des Rennstalls vo
23.09.2026Merlier macht in Lichtervelde das Dutzend voll (rsn) – Während sein Teamkollege Paul Magnier beim CRO Race (2.Pro) in Kroatien auch am zweiten Tag leer ausging, machte Tim Merlier (Soudal - Quick-Step) in seiner Heimat das Dutzend voll. Der 33
23.09.2026Bévort feiert ersten Profisieg, Magnier wieder mit leeren Händen (rsn) – Nach vier Tagessiegen bei der letztjährigen Austragung läuft es diesmal beim CRO Race (2.Pro) für Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) noch nicht. Zum gestrigen Auftakt war der Franzose e
23.09.2026Wollaston wechselt von FDJ zu Lidl - Trek (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
23.09.2026Evenepoel augenzwinkernd über Ganna: “Das sagt er jedes Mal“ (rsn) – Mit seinem vierten WM-Titel in Folge hat Remco Evenepoel auch in Montréal im Kampf gegen die Uhr die Konkurrenz deutlich in die Schranken gewiesen. Der Belgier setzte sich auf dem 39,2 Kilo
23.09.2026Grossmann: “Sieben Hundertstel können überall liegen“ (rsn) – In der Welt des Radsports geht es um Minuten und Sekunden. Im Kampf gegen die Uhr allerdings kann es manchmal noch knapper sein. So lagen nach dem Zeitfahren der Juniorinnen bei den Straßen
23.09.2026Gee-West fällt bei Heim-WM auch für das Straßenrennen aus (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
23.09.2026UAE dementiert Gerüchte um Pogacar-Comeback bei Heim-EM (rsn) – Anfang September kündigte UEA – Emirates – XRG an, dass Tadej Pogacar nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a Espana in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten werde. Eine wenig
23.09.2026Multitalent Isabella Holmgren darf vom WM-Podium träumen (rsn) - Als Isabella Holmgren (Lidl - Trek) im Februar 2023 über das Gelände der Crossweltmeisterschaften in Hoogerheide schlenderte, nahm kaum jemand Notiz von der jungen Frau. Nur wenige Stunden
22.09.2026Okrucinska fährt aus der Kwiatkowski-Akademie zu WM-Gold (rsn) – Nach dem siebten Platz in Kigali 2025 hat sich Maria Okrucinska bei der Straßen-Weltmeisterschaft von Montréal den Traum vom Titelgewinn im Zeitfahren der Juniorinnen erfüllt. Die 18 Jahr
22.09.2026Sand im Schweizer Uhrwerk: Dennoch reichte es zu WM-Bronze (rsn) - Lange konnten sich Mauro Schmid und Stefan Bissegger im Windschatten von Stefan Küng nicht verstecken. Beim Mixed Teamzeitfahren in Montreal war der Etappensieger der Vuelta a Espana nach e
22.09.2026Noval holt für Spanien erstes WM-Gold im Junioren-Zeitfahren (rsn) – Benjamin Noval ist als erster Spanier Junioren-Weltmeister im Zeitfahren geworden. Der 17-jährige Sohn des ehemaligen Profis gleichen Namens absolvierte bei den Welttitelkämpfen von MontrÃ