Tour de France wurde „im Kopf schwieriger als in den Beinen“

Seixas klärt Zukunftsfrage bei Kriterium in Etten-Leur

Von Jan Zesewitz

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Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) erreichte bei seiner ersten Tour de France Paris als Vierter der Gesamtwertung. | Foto: Cor Vos

17.08.2026  |  (rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat seine Auszeit nach seinem vierten Platz bei der Tour de France beendet und bei einem Kriterium im niederländischen Etten-Leur teilgenommen. Am Rande des Events sprach er mit Wielerflits über seine Zukunft und seine Erfahrungen beim Grand-Tour-Debüt auf der allergrößten Bühne. “Nach der Tour war ich völlig tot“; sagte der 19-Jährige. “Aber jetzt fühle ich mich wieder gut und fokussiere mich auf die nächsten Ziele.“

Das wäre zunächst die Weltmeisterschaft im kanadischen Montréal, bei der der Youngster zu den Medaillenkandidaten zählt. Am Rande des Kriteriums machte der wohl umworbenste Fahrer der Welt auch klar, dass er im kommenden Jahr bei seiner jetzigen Equipe bleiben werde: “Nächstes Jahr werde ich nur für Decathlon fahren“, erklärte Seixas. “Das ist für mich ganz sicher, ich habe einen Vertrag bis Ende 2027.“

Auch das Team UAE – Emirates – XRG mit dem Dominator Tadej Pogacar soll Interesse an einer Verpflichtung des jungen Franzosen haben. Nach drei Wochen in nächster Nähe zum Slowenen packte Seixas aber auch die Motivation, Pogacar in der Zukunft zu schlagen. “Er war in einer ganz eigenen Liga“, sagte Seixas in dem Interview. “Sehr beeindruckend. Ich habe ihn vor zwei Jahren im Fernsehen zugeschaut. Dass ich jetzt ein Gegner von ihm bin, ist etwas, das mich motiviert. Ich arbeite daran, mich zu verbessern und mich eines Tages wirklich mit ihm zu messen.“

Bis zum finalen Wochenende in den Alpen kämpfte Seixas gegen Pogacars Teamkollegen Isaac Del Toro um den dritten Platz in der Gesamtwertung der Tour – bemerkenswert für einen Teenager. Am Ende wurde es der vierte Platz mit einem Rückstand von 11:56 Minuten auf den fünfmaligen Tour-Sieger. “Ich habe sehr viel über meinen Körper gelernt“, sagte der Franzose. “Gegen Ende bemerkte ich, dass es vom Kopf her schwieriger wurde als in den Beinen. Man ist drei Wochen lang jeden Tag nervös, weil immer etwas passieren kann.“

Insgesamt war Seixas mit seinem Debüt bei einer dreiwöchigen Landesrundfahrt aber zufrieden: “Ich habe bis zum letzten Tag ums Podium gekämpft. Das war eine wirklich schöne Erfahrung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es mein erstes dreiwöchiges Rennen war. Ich blicke positiv darauf zurück.”

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