Tour-Siegerin von 2023 weiter auf Platz zwei

Vollering: “Hätte Lücke gleich schließen sollen“

Von Jan Zesewitz

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Demi Vollering (FDJ United - Suez) und Marlen Reusser (Movistar)verzockten sich auf dem Weg zum Mont Ventoux | Foto: Cor Vos

08.08.2026  |  (rsn) – Demi Vollering (FDJ United – Suez) war die Erste in der Gruppe der Favoritinnen, die am Mont Ventoux am Ende der 7. Etappe der Tour de France Femmes (2.WWT) das Tempo erhöhte. Noch elf Kilometer waren es da bis zum Gipfel, ihre erhöhte Schlagzahl sorgte aber bereits für die erwartete Selektion: Nur Marlen Reusser (Movistar) im Gelben Trikot und Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM) konnten mitgehen.

“Ich habe attackiert und dann hat Kasia sehr clever gekontert“, beschrieb die Niederländerin die Situation gegenüber NOS. Es war 9,7 Kilometer vor dem Gipfel Niewiadoma-Phinney, die sich allein absetzen konnte. Reusser und Vollering schauten sich an. “Tja und dann hätte ich die Lücke direkt schließen sollen“, sagte die Tour-Siegerin von 2023.

Mit dem Moment des Abwartens haderte Vollering im Anschluss am meisten. “Nachher fragt man sich, ob man tatsächlich nicht konnte, oder das nur in dem Moment dachte“, sagte sie. “Aber ja, da liegt hauptsächlich die Enttäuschung.“

Decroix: “Können auf Vollerings letzten Kilometer aufbauen“

Zumal die 29-Jährige vielleicht noch mehr im Tank gehabt hätte. Kurz nach der Attacke sah es so aus, als könnte das Duo die Lücke zur Polin wieder schließen, dann taktierten die beiden wieder und Niewiadoma-Phinneys Vorsprung wurde schnell größer.

Erst auf dem Schlusskilometer konnte Vollering Reusser loswerden und mit einer späten Tempoverschärfung den Abstand um rund 30 Sekunden verringern – zu wenig, um Gelb zu übernehmen, aber genug, um die Tour nicht schon abschreiben zu müssen.

“Wir können uns am letzten Kilometer von Demi ein wenig aufrichten“, sagte die Sportliche Leiterin Lieselot Decroix gegenüber Sporza. Auch aus dem FDJ-Auto heraus haderte man mit dem großen Rückstand, den die abwartende Haltung Vollerings und Reussers geschaffen hat. Mit der Form der Niederländerin kann man bei FDJ aber sehr zufrieden sein. Lars Boom, ebenfalls sportlicher Leiter, bleibt zuversichtlich: “Wir können wegen heute hadern, aber die Tour ist nicht vorbei. Wir haben beim Giro gezeigt, dass wir am letzten Tag noch alles ändern können. Wir werden alles tun, damit das wieder klappt. 15 Sekunden fehlen Vollering zu Niewiadoma-Phinney in der Gesamtwertung. Die letzte Etappe rund um Nizza über den Col d’Eze bietet viele Möglichkeiten für Attacken.

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