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07.08.2026 | (rsn) – Jan Christen (UAE - Emirates - XRG) hat die 5. Etappe der Polen-Rundfahrt (2.UWT) im Zweiersprint vor Marco Brenner (Tudor) gewonnen und somit seinen ersten Sieg auf WorldTour-Niveau gefeiert. Der Schweizer war gut zwei Kilometer vor dem Ziel im Schlussanstieg solo geflüchtet, der Deutsche kam 300 Meter vor dem Zielstrich wieder heran, musste dann aber im Sprint im UAE-Profi seinen Meister erkennen.
Mit vier Sekunden Rückstand belegte Louis Barré (Visma – Lease a Bike) den dritten Platz. Sein Teamkollege Bart Lemmen verteidigte eine Sekunde dahinter als Elfter die Gesamtführung. Den Spurt seiner Gruppe gewann am Kocierz Resort nach 218 Kilometern Axel Laurance (Netcompany – Ineos) vor Paul Lapeira (Decathlon – CMA CGM) und Fabio Christen (Pinarello – Q36.5), dem älteren Bruder des Siegers.
Während Christen seinen Premierensieg auf dem höchsten Niveau bejubeln konnte, muss Brenner knapp auf eben diesen warten. Seine persönliche Bestleistung vom Vortag, Platz 4, konnte der 23-jährige ehemalige Erste der Junioren-Weltrangliste aber erneut verbessern. Auf der 6. Etappe steht eine weitere Hügelankunft auf dem Programm, am Schlusstag der Rundfahrt wartet ein flaches Zeitfahren auf den Tudor-Profi und seine Kollegen.
Neben Brenner verbuchte auch Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step) wieder ein beachtliches Resultat. Der 32-Jährige benötigte für die Strecke 13 Sekunden länger als der Sieger und belegte damit Rang 21. Bester Profi von Red Bull – Bora – hansgrohe wurde Finn Fisher-Black auf Platz sieben, Matteo Sobrero sorgte als Zehnter für das beste Resultat bei Lidl – Trek.
Im Klassement liegt Lemmen vor der 6. von sieben Etappen sechs Sekunden vor Christian Scaroni (XDS – Astana), der am Freitag Neunter wurde. Brenner bleibt Dritter, konnte seinen Rückstand auf von 26 auf 16 Sekunden verkleinern. Damit liegt er zwei Sekunden vor Jan Christen. Dries De Bondt (Jayco – AlUla) eroberte das Bergtrikot zurück, Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) verteidigte die Führung in der Punktewertung.
Auch am fünften Tag unternahm De Bondt seinen alltäglichen Ausreißversuch bei der Polen-Rundfahrt. Mit Magnier, Tim Naberman (Picnic – PostNL) und Filip Maciejuk (Movistar) brauchte er 20 Kilometer, bis er sich vom Feld absetzen konnte. Taco van der Hoorn (Lotto – Intermarché) versuchte 10 Kilometer danach den Sprung zum Quartett, den er nach 8 Kilometern Soloverfolgung schaffte. Kurz darauf sicherte sich De Bondt an der Gora Sw. Anny (2.Kat.) 5 Bergpunkte, wodurch er die Führung im Bergklassement übernahm.
Da der Rückstand des von Netcompany – Ineos, Visma – Lease a Bike und XDS – Astana angeführten Pelotons meist nur knapp über eine Minute betrug, versuchten mit noch 108 zu fahrenden Kilometern auch Remi Cavagna (Groupama – FDJ United) und Patrick Gamper (Jayco – AlUla) diesen zur überbrücken. Nach sieben Kilometern Verfolgung machten sie aus dem Quintett ein Septett.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Polen-Rundfahrt: | Foto: Veranstalter
Zu siebt bauten die Spitzenreiter ihren Vorsprung langsam bis auf zwei Minuten aus, bevor Maciejuk wegen eines Defekts 62 Kilometer vor dem Ziel zurückfiel. Am Przelecz Przegibek (1.Kat.) verschärfte Netcompany hinten das Tempo. Als De Bondt eingangs der letzten 29 Kilometer die 10 Bergpunkte holte, lag die Meute 40 Sekunden nur noch hinten. In der Abfahrt gewann das Sextett wieder 20 Sekunden und so passierte es mit einer Minute Vorsprung den 20-Kilometer-Banner.
Mit noch 8,5 zu fahrenden Kilometern ließ De Bondt seine Mitstreiter dann fahren, Nabermann folgte zwei Kilometer später und 4,3 Kilometer vor dem Ziel war das Abenteuer der anderen Vier auch beendet. Obwohl es da schon einige Zeit bergauf gegangen war, begann der offizielle Schlussanstieg erst eingangs der letzten 2,9 Kilometer.
Auf den sehr steilen Stücken fehlte Lemmen in den ersten Reihen. Als Neilson Powless (EF Education – EasyPost) 500 Meter später das Tempo erhöhte, kam der Spitzenreiter nach vorn. Dort war auch Brenner gut platziert. Es war aber Jan Christen, der 2,1 Kilometer vor dem Ziel attackierte. Der Schweizer Meister riss sofort eine große Lücke.
Guillermo Martinez (Picnic – PostNL) reagierte als Erster und Brenner sprang zum Kolumbianer. Den ließ er kurz danach stehen und der Deutsche machte sich sogar noch auf dem Weg zum Spitzenreiter. Den erreichte er rund 300 Meter vor dem Ziel. Er überholte den Spitzenreiter, der dann allerdings im Sprint zurückschlug und die Etappe gewann.
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