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23.08.2026 | (rsn) – Bei dem seit 2010 ausgetragenen Gravel Worlds gab es wie im Vorjahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Rosa Maria Klöser (Canyon – SRAM) und Geerike Schreurs (Specialized Off-Road Team). Diesmal mit einem besseren Ende für die Niederländerin, die Vorjahressiegerin Klöser in einem Fotofinish hauchdünn im Zweiersprint niederrang. Auf dem 239 Kilometer langen Kurs mit Start/Ziel in Lincoln/Nebraska konnte sich das Duo 27 Kilometer vor dem Ziel aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe lösen und schnell einen komfortablen Vorsprung herausfahren. Am Ende gewann die Specialized-Athletin in einer Fahrzeit von 7:19:37 Stunden, die Australierin Charlotte Clarke (+3:52) wurde Dritte.
Schreurs konnte sich am Tagesende über ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar freuen und meinte im Zielinterview: “Das war heute schon ein anderes Rennen, als ich es sonst gewohnt bin – eher wie ein Straßenrennen. Wenn du versucht hast, wegzukommen, war das super hart und die Gruppe konnte danach doch immer wieder relativ einfach aufschließen“, schilderte sie ihren vergeblichen Plan, schon früh im Rennen eine Vorentscheidung zu suchen. “Ich war dann aber super happy, dass ich nach meinen vielen Attacken doch endlich mit Rosa weggekommen bin und am Ende gewinnen konnte.“
Die Gravel Worlds sind weltweit als das Gravelrennen bekannt, bei dem es die höchsten Preisgelder zu holen gibt. Insgesamt 150.000 US-Dollar werden an die Athleten ausgeschüttet, gleichmäßig verteilt auf beide Geschlechter. So wurde Klösers weite Anreise noch mit 17.000 Dollar honoriert, für Platz 10 erhielt die Amerikanerin Danni Shrosbree 500 Dollar. Zum Vergleich, beim Unbound beträgt die Gesamtsumme des Preisgeldes 60.000 Dollar, Sieger und Siegerin erhalten je 10.000 Dollar. Und bei der UCI Gravel World Series warten die Teilnehmer seit Jahren vergeblich darauf, nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch angemessene Prämien zu konkurrieren.
In der Männerkonkurrenz gewann ebenfalls, wenn auch etwas deutlicher, in einem Sprintfinale der norwegische Gravelmeister Torbjorn Roed in 6:05:22 Stunden vor Keegan Svenson (Specialized Off-Road Team/+0:01) und dem Kanadier Julien Gagne (+0:03). Für Svenson war es die zweite bittere Sprintniederlage nacheinander, nachdem er im Vorjahr seinem Teamkollegen Matt Beers (Specialized Off-Road Team) knapp unterlegen war. Als bester Deutscher finishte Paul Sandmann (+2:14), der zwischenzeitlich sogar das Rennen als Spitzenreiter angeführt hatte.