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27.08.2026 | (rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) und Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) teilen sich weiterhin alle Etappensiege bei der Vuelta a Espana 2026 untereinander auf. Auf dem sechsten Abschnitt war der Weltmeister aus Slowenien wieder an der Reihe.
Am teilweise geschotterten Puerto El Bartolo sah es so aus, als würde alles nach dem Schema F ablaufen und Pogacar erneut allen Verfolgern davonfahren. Doch kurz vor der Bergwertung konnte Enric Mas (Movistar) zum Gesamtführenden aufschließen. Im Duell gegen Pogacar war der Spanier dann jedoch chancenlos. Den Sprint der Verfolgergruppe gewann Ramses Debruyne (Alpecin – Premier Tech), dem stärksten Ausreißer des Tages.
Mas verbesserte sich nach seiner starken Leistung auf Rang zwei der Gesamtwertung und verdrängte Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf den dritten Gesamtrang.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / Etappensieger und Gesamtführender / Flash-Interview): ”Wir hatten den Plan, die Gruppe heute fahren zu lassen. Aber es dauerte fast zwei Stunden, bis sie sich gebildet hat. Daher mussten wir nicht einmal die halbe Etappe kontrollieren. Pablo (Torres), Pavel (Sivakov) und Jay (Vine) haben dann am Anstieg meine Attacke perfekt vorbereitet. Ich war echt überrascht am Gipfel, da flog er (Enric Mas) wie eine Rakete an mir vorbei, damit habe ich nicht gerechnet, weil ich im Radio gehört habe, ich hätte 40 Sekunden Vorsprung. Dann war es aber gut, weil ich mir sicher war, dass er die Abfahrt kennt. Im Gegenwind auf den letzten zehn Kilometern war es auch gut, ihn dabei zu haben. Ich hatte kein Wasser mehr. Ich wusste, dass ich ihn im Sprint schlagen kann, aber Hut ab vor ihm, dass er bis zum Ende voll gefahren ist."
Ramses Debruyne (Alpecin – Premier Tech / 3. Platz / Eurosport): “Ich glaube nicht, dass ich wirklich ein GC-Fahrer bin. Ich mag einfach solche Tage, da gehe ich einfach in die Gruppe des Tages und versuche, das bestmögliche Resultat zu erzielen. Sie haben die Lücke immer relativ klein gehalten. Wenn am Ende so ein steiler Abschnitt kommt, ist es klar, dass Pogacar da beschleunigen kann. Das wird dann immer hart. Aber er hat mich erst relativ spät geschnappt. Damit bin ich zufrieden. Danach konnte ich an Roglic und Gall dranbleiben. Dann dachte ich mir, jetzt gebe ich alles für ein Podium, das bestmögliche Resultat. Ich bin glücklich und ich glaube, ich habe nicht einmal mehr 1 Prozent im Tank übrig."
Enric Mas (Movistar / Etappen- und Gesamtzweiter / Eurosport): ”In Andorra konnte ich ihm (Pogacar) noch nicht folgen, heute hat es geklappt. Im Sprint konnte ich nichts mehr entgegensetzen, das hat man gesehen. Pogi ist eben Pogi. Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir Tag für Tag schauen müssen und jetzt bin ich Zweiter in der Gesamtwertung. Ich fühle mich sehr gut und von Tag zu Tag besser. In der Abfahrt wollte ich einfach vorsichtig sein. Ich konnte Pogacar an der Bergwertung etwas überraschen, mein sportlicher Leiter sagte mir, dass es einen Bonus gibt und wollte als Erster drüber fahren."
Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe / 7. Platz / Eurosport): “Es war zu hart, als dass ich es genießen hätte können. Es war schwer. Ich habe heute gelitten. Ich bin froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe. In der Abfahrt habe ich es langsam angehen lassen. Ich bin alt genug (lacht). Da gehe ich kein Risiko ein. Wir müssen schauen. Vielleicht werden die Beine auch immer schlechter (lacht). Am Ende müssen wir es so akzeptieren, wie es kommt. Aber es gibt immer Hoffnung.“
Oscar Onley (Netcompany – Ineos / 12. Platz / Flash-Interview): “Der Anstieg war sehr hart. Der Gravel-Sektor war länger, als ich dachte. Ich habe es wahrscheinlich ein bisschen übertrieben und musste weiter oben dafür den Preis zahlen. In der Abfahrt bin ich mein eigenes Tempo gefahren. Im Gegenwind zum Ziel wollte ich dann nicht alleine sein. Als die Gruppe um Skjelmose und Kuss zu mir aufgeschlossen hat, war ich ehrlicherweise ziemlich erleichtert. Ich wollte dann mitführen, aber habe sofort Krämpfe bekommen. Deswegen war ich ziemlich nutzlos, glaube ich. Ramses Debruyne ist ein starker Fahrer, aber es sind noch mehr als zwei Wochen. Ich glaube, am Ende werden zwischen uns allen mehr als drei Sekunden liegen."
Jarno Widar (Lotto - Intermarche / 24. Platz / Eurosport):
“Es war nicht geplant, am letzten Berg zurückzufallen. Ich war einfach völlig überhitzt. Der Körper hat aufgrund der Hitze dann blockiert, und ich bin völlig explodiert. Ich wusste, dass Pogi auf den Etappensieg gehen wird. Wenn Pogacar den Sieg haben will, bekommt er ihn auch.
Mir ist der Zeitverlust egal, und ich möchte Tag für Tag in Angriff nehmen. Es ist definitiv besser für Etappensiege, denn sonst werde ich wohl nie gewinnen. Morgen werden wir es wieder versuchen. Ich hoffe auf bessere Beine und auf weniger Hitze als heute.“
Pablo Torres (UAE – Emirates – XRG / 40. Platz / FloBikes): “Tadej ist sehr stark und er will gewinnen. Deswegen haben wir das Rennen kontrolliert und am Ende konnte er gewinnen. Der Anstieg war sehr hart. Aber auch der Anfang des Rennens war sehr hart. Ich glaube, jeder war schon vor dem letzten Anstieg nicht mehr frisch. Es war ein sehr schwerer Tag. Jay (Vine) und ich haben uns beide nicht so gut gefühlt. Deswegen wussten wir nicht genau, wie wir es machen sollten. Schließlich hat er dann angefangen, das Tempo zu erhöhen. Ich war an seinem Hinterrad und als er fertig war, habe ich losgelegt und mein Bestes gegeben. Ich habe nicht allzu lange durchgehalten. Aber Tadej war so stark, dass er auch so losfahren konnte."
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