Experten beantworten Fragen zur Tour de France

Warum gibt es so viele Stürze zu Beginn der Tour?

Foto zu dem Text "Warum gibt es so viele Stürze zu Beginn der Tour?"
Simon Geschke (Skil-Shimano) Foto: ROTH

05.07.2010  |  (rsn) – Vier Experten stehen in den kommenden drei Wochen bereit, um den Lesern auf Radsport News Fragen zur Tour de France zu beantworten!

Frage zur 1. Etappe an Simon Geschke: Wie fast jedes Jahr gab es auch diesmal viele Stürze auf der 1. Etappe. Was sind die Gründe dafür und wie geht man als Fahrer mit der Gewissheit um, dass es krachen wird und gibt es keine Möglichkeiten gibt, einen Sturz aus dem Weg zu gehen?

Simon Geschke: Stürzen aus dem Weg zu gehen ist schwer. Man sagt immer, vorne passiert am wenigsten, aber wie man heute gesehen hat, kann man auch vorn im Feld stürzen, und wenn es durch sowas Blödes wie einen Hund passiert.

Als Fahrer verdrängt man es, so gut es geht, an Stürze zu denken. Ansonsten würde man sich zu ängstlich im Feld bewegen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die erste Tourwoche extrem nervös ist. Alle Fahrer sind noch frisch und das Feld ist noch vollzählig. Nach den ersten Bergetappen hat sich alles ein bisschen sortiert und es wird etwas entspannter.

Schuldzuweisungen bei Stürzen sind selten ganz klar zu treffen. Meistens kommen einfach viele Faktoren zusammen. Heute war es einfach die Nervosität im Feld, die die Stürze verursacht hat. Sicherlich war das Finale auch nicht ohne, aber super gefährlich war es auch nicht. Einen einzelnen Schuldigen gibt es meiner Meinung nach also nicht. Es werden leider nicht die letzten Stürze bei dieser Tour gewesen sein.

Unsere Experten sind Simon Geschke (Skil Shimano), die beiden ehemaligen Profis Jörg Ludewig (u.a. T-Mobile- und Wiesenhof) und Ronny Scholz (Gerolsteiner, Milram) sowie der derzeit als Amateur erfolgreiche Sven Krauss (früher Gerolsteiner). Sie beantworten am Ende jeder Etappe ausgewählte Leserfragen zum Rennen.


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