Zweiter bei Bergankunft in Kalifornien

Andy Schleck: "Letztes ‚Goodbye’ an Wouter"

Foto zu dem Text "Andy Schleck:
Andy Schleck (Leopard-Trek) bei der Kalifornien-Rundfahrt Foto: ROTH

19.05.2011  |  (rsn) – Die 4. Etappe der Kalifornien-Rundfahrt war für das luxemburgische Leopard-Trek-Team von ganz besonderer Bedeutung. Zur gleichen Zeit, wie Andy Schleck, Linus Gerdemann, Jens Voigt und die anderen Leopard-Profis das Rennen in Angriff nahmen, wurde in seiner Heimatstadt Gent der auf der 3. Giro-Etappe tödlich verunglückte Teamkollege Wouter Weylandt beigesetzt.

Vor dem Start in Livermore wurde des Toten in einer Schweigeminute gedacht, danach setzte sich das Leopard-Trek-Team in der neutralisierten Zone an die Spitze des Feldes. "Das war für uns alle sehr emotional. Es war unser letztes ‚Goodbye’ an Wouter, da wir nicht bei der Beerdigung dabei sein konnten“, erklärte Andy Schleck, dessen Bruder Fränk gemeinsam mit anderen Leopard-Profis wie Fabian Cancellara und Fabian Wegmann gemeinsam mit der Familie, zahlreichen anderen Fahrern und vielen weiteren Trauergästen in Gent Abschied von Weylandt nahmen. „Anfangs dachten wir nur daran, aber dann haben wir einen Weg gefunden, unsere Aufmerksamkeit auf das Rennen zu richten. Es war nicht leicht, aber wir mussten eine neue Seite aufschlagen. Wir fahren für Wouter hier.“

Das gelang vor allem Schleck und Gerdemann in überzeugender Art und Weise. Die beiden belegten in der Tageswertung die Plätze zwei (Schleck) und zehn (Gerdemann) und liegen auch im Gesamtklassement aissichtsreich. Andy Schleck entschied im schweren Schlussanstieg hinter dem souveränen Chris Horner (RadioShack) den Kampf der Verfolger um Rang zwei für sich und ist in der Gesamtwertung jetzt Sechster.

“Es ging heute besser, als ich erwartet hatte und jetzt will ich auf den restlichen Etappen mein bestes geben”, erklärte der 25-jährige Luxemburger, für den die Kalifornien-Rundfahrt ein Teil seiner Tour de France-Vorbereitung ist. “Ich habe zuletzt hart trainiert. Linus ist hier unser Mann für’s Gesamtklassement”, so Schleck weiter. “Er hat heute nicht viel Zeit verloren und jetzt sind wir beide vorne dabei. Es ist gut, in einem solchen Rennen zwei Kapitäne zu haben.“

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