Italiener vertraut auch in Roubaix auf seinen Sprint

Pozzato: "Boonen ist nicht Superman"

Foto zu dem Text "Pozzato:
Bei der Flandern-Rundfahrt musste sich Filippo Pozzato (re.) Tom Boonen im Sprint geschlagen geben. | Foto: ROTH

08.04.2012  |  (rsn) – Auch wenn er bei der Flandern-Rundfahrt gegen Tom Boonen (Omega Pharma-QuickStep) den Kürzeren gezogen hatte, vertraut der Italiener Filippo Pozzato (Farnese Vini) auch am heutigen Sonntag bei Paris-Roubaix in einem möglichen Duell mit dem Top-Favoriten auf seine Sprintfähigkeiten. Sein Landsmann Alessandro Ballan (BMC), vor einer Woche bei der „Ronde“ Dritter hinter Boonen und Pozzato, hatte diesen vor einigen Tagen für seine abwartende Taktik in Flandern kristisiert und Pozzato aufgefordert, sich schon vor dem Finale an Attacken gegen Boonen zu beteiligen.

„Ich fahre mein Rennen, ich höre nicht auf das, was Ballan sagt. Ich denke, es war richtig, was ich getan habe“, erklärte der 30-Jährige dagegen. „Ich bin zwei Mal gemeinsam mit Tom bis zur Ziellinie gekommen. Das erste Mal habe ich ihn geschlagen, das zweite Mal hat er gewonnen, also steht es eins zu eins“, lautete Pozzatos einfache Rechnung. „Er hat nicht immer gewonnen, es ist also nicht so, dass ich Angst vor einem Sprint hätte. Technisch gesehen ist er sicher schneller und explosiver als ich, aber es ist nicht unmöglich ihn zu schlagen“, so der Roubaix-Zweite von 2009, der sich damals Boonen geschlagen geben musste.

Doch trotz der imponierenden Siegesserie, die der Belgier bisher hingelegt hat, bleibt der wieder erstarkte Pozzato zuversichtlich, erstmals in seiner Karriere Paris-Roubaix gewinnen zu können. „Tom ist sicherlich die Nummer eins unter den Favoriten, aber er ist nicht Superman”, sagte der Italienische Meister von 2009. „Sicherlich kann er gelassen bleiben in Anbetracht der Rennen, die er schon gewonnen hat, aber ich werde meine Karten auch ausspielen. Ich glaube wirklich, dass ich es schaffen kann.”

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