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16.09.2013 | (rsn) – Nachdem Robert Wagner (Belkin) sich bei der schweren 68. Vuelta a Espana erfolgreich durch die zahlreichen Bergetappen gekämpft hatte, setzte der 30-Jährige all seine Hoffnungen auf die Schlussetappe mit Ziel in Madrid. Dort kämpften das verbliebene Dutzend Sprinter um den prestigeträchtigen Tagessieg, den auch Wagner gerne eingefahren hätte.
„Für die Madrid-Etappe war das Gefühl sehr gut. Am Ende war ich aber zu nervös und habe Fehler gemacht. Ich habe den Sprint zu früh begonnen und der letzte Punch fehlte auch“, zeigte sich Wagner im Gespräch mit Radsport News selbstkritisch. Dabei hatte der gebürtige Magdeburger so seine Probleme mit der neuen Rolle als Kapitän, wie er freimütig eingestand
„Normalerweise agiere ich ja als Sprintanfahrer. Da ist es manchmal nicht ganz so einfach, das richtige Timing zu finden, auch wenn es sich nur um 300 Meter handelt – die aber, wenn man der letzte Mann ist, eben entscheidend sind.", erklärte Wagner, der dennoch mit seiner zweiten Spanien-Rundfahrt zufrieden war.
„Erst einmal ist es schön, überhaupt in Madrid angekommen zu sein. Das war angesichts des Schwierigkeitsgrades der Rundfahrt schon ein Erfolg für sich“, so der Sprinter, der sich zumindest über eine Podiumsplatzierung freuen konnte: Auf der 7. Etappe kam er im Massensprint auf Rang drei.
Dafür musste Wagner in den Bergen viel leiden - vor allem auf der 15. Etappe, wo er nach eigenen Worten „durch die Hölle ging. Auf der 14. Etappe war ich durch den Regen und die Kälte so steif gefroren, dass ich die Nachwehen noch am Tag darauf spürte und fast das Ticket nach Hause gebucht hatte", berichtete der Deutsche Meister von 2011.
„Durch den megaschnellen Start und den gleich folgenden 24 Kilometern berghoch ging bei mir erst einmal gar nichts. Als endschneller Fahrer mit schlechten Beinen am Start der Königsetappe zu stehen und dann gleich so lange berghoch fahren zu müssen - das ist echt eine blöde Kombination“, so Wagner, der sich jedoch im Verlauf der Etappe fing und ohne Probleme die Karenzzeit schaffte und der sich in der letzten Woche stabilisierte. „Am Berg lief es während der letzten Woche sogar verhältnismäßig gut für meine Bergqualitäten“, sagte der Belkin-Profi.
Wagner wird sich nach einer kurzen Ruhephase auf die Mannschaftszeitfahr-WM in Italien vorbereiten, wo er am Sonntag mit seinen Belkin-Teamkollegen antreten wird. „Ich hoffe, dass ich ein bisschen meiner Vuelta-Form mitnehmen kann“, will Wagner wie auch schon beim Vuelta-Mannschaftszeitfahren wieder eine wichtige Stütze der Belkin-Formation sein.
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