--> -->
01.07.2015 | (rsn) - So viel Spannung gab es schon lange nicht mehr vor einer Tour de France - gleich vier Fahrer gelten als heiße Kandidaten für das begehrte Gelbe Trikot bei der 102. Frankreich-Rundfahrt, die am Samstag in Utrecht mit einem Zeitfahren beginnt. Wir stellen die aussichtsreichsten Starter vor.
***** Sterne
Alberto Contador (Tinkoff-Saxo): Als einziger der Top-Favoriten hat der Madrilene bereits den Giro d`Italia absolviert - und zwar siegreich. Nun soll der zweite Grand-Tour-Erfolg in Serie her. Als letzten Härtest bestritt Contador die Route du Sud und gewann die Rundfahrt vor Nairo Quintana (Movistar), einem seiner Hauptkontrahenten auch bei der Tour. Abzuwarten bleibt, ob Contador die Giro-Strapazen verkraftet haben wird. Im Hochgebirge hat der 32-Jährige mit dem Polen Rafal Majka und dem Tschechen Roman Kreuziger zwei starke Helfer an seiner Seite, die bis in die Finals hinein an seiner Seite bleiben sollen.
Chris Froome (Sky): Der Brite tritt mit nur einem Ziel bei der Tour an - nämlich seinen Sieg aus dem Jahr 2013 zu wiederholen und sein bitteres Aus bei der letzten Austragung vergessen zu machen. Nach einem für seine Verhältnisse durchwachsenen Frühjahr kam der 30-Jährige zuletzt immer besser in Schuss und gewann mit dem Critérium du Dauphiné auch die Generalprobe. Die Rundfahrt durch Südfrankreich hatte er auch vor seinem ersten Tour-Sieg zu seinen Gunsten entschieden. Der zweite Dauphiné-Gesamtsieg könnte sich als gutes Omen herausstellen, zumal Froome mit dem Tschechen Leopold König und dem Australier Richie Porte zwei starke Berghelfer dabei hat. Und über die Kopfsteinpflasterabschnitte der 4. Etappe sollten ihn Ian Stannard, Geraint Thomas und Luke Rowe bestens pilotieren.
Nairo Quintana (Movistar): Nachdem er im Vorjahr den Giro d'Italia gewonnen hat, nimmt der 25-Jährige nun seinen zweiten Anlauf bei der Tour de France. Bei seinem Debüt hatte sich Quintana im Jahr 2013 nur Froome geschlagen geben müssen und einen sensationellen zweiten Platz belegt. Mit dem Gesamtsieg beim Tirreno-Adriatico und zuletzt dem zweiten Gesamtrang bei der Route du Sud liegt der Kletterspezialist voll im Plan und hat zudem mit Alejandro Valverde einen starken Teamkollegen an seiner Seite.
Vincenzo Nibali (Astana): Ein unauffälliges Frühjahr, dafür mit dem Landesmeistertrikot im Gepäck - so reiste der Italiener 2014 zur Tour, die er schließlich überlegen gewann. Die Vorbereitung 2015 samt Gewinn der nationalen Meisterschaft ist eine dfast detailgenaue Wiederholung des Vorjahres. Die Vorzeichen scheinen also gut zu stehen für einen zweiten Tour-Triumph. Letztlich muss Nibali, der auf der Kopfsteinpflasteretappe der stärkste der Top-Favoriten sein dürfte, zeigen, dass er über drei Wochen überragende Leistungen abrufen kann - und zwar gegen die besten Bergfahrer der Welt. Im Vorjahr nämlich profitierte er vom Ausfall von Froome und Contador. Die für das Unternehmen Titelverteidigung erforderliche starke Mannschaft - mit Jakob Fuglsang und Lars Boom an der Spitze - kann der Sizilianer jedenfalls vorweisen.
**** Sterne
Thibaut Pinot (FDJ): Nach Platz drei im Vorjahr ist der 25-Jährige eine der großen französischen Hoffnungen im Kampf um das Gelbe Trikot. Pinot wurde zuletzt Vierter der Tour de Suisse und gewann zudem die dortige Königsetappe am Rettenbachgletscher souverän. Zudem hat die Teamleitung zu Saisonbeginn mit dem Schweizer Steve Morabito einen routinierten Bergspezialisten verpflichtet, der Pinot im Hochgebirge unterstützen soll. Um in die Phalanx der "Großen Vier" einzubrechen, wird es wohl trotzdem nicht reichen.
Romain Bardet (Ag2r): Ähnliches wie über Pinot lässt sich über den gleichaltrigen Bardet sagen, der bei der Tour 2015 Sechster wurde und als Sechster beim diesjährigen Critérium du Dauphiné eine sehr gute Generalprobe hinlegte. Mit Landsmann Jean-Christophe Péraud - Tour-Zweiter von 2014 - hat Bardet zudem einen starken Fahrer an seiner Seite, der ihm im Hochgebirge unterstützen wird - von ihm aber auch die Kapitänsrolle übernehmen könnte.
Tejay van Garderen (BMC): Der Gesamtzweite des Critérium du Dauphiné will auch bei der Tour aufs Podium, nachdem er bisher schon zweimal Fünfter geworden war. Die Vorbereitung verlief nach Plan, die Form stimmt und auch die Helferriege - angeführt vom Italiener Damiano Caruso und dem Spanier Samuel Sanchez - scheint durchaus konkurrenzfähig zu sein. Auf der Kopfsteinpflasteretappe kann van Garderen auf die Dienste von Greg Van Avermaet und Daniel Oss bauen.
*** Sterne
Alejandro Valverde (Movistar): Wie geplant geht der Spanische Meister als Helfer seines Teamkollegen Quintana ins Rennen. Die Teamleitung hat dem 35-jährigen Valverde, der letztes Jahr mit Platz vier sein bestes Ergebnis bei einer Tour einfahren konnte, allerdings auch einige Freiheiten zugesagt. Und sollte Quintana den Erwartungen nicht gerecht werden können, wird der Weltranglistenerste in die Bresche springen.
Bauke Mollema (Trek): Nach einem guten Saisonbeginn, unter anderem mit dem zweiten Gesamtrang bei Tirreno-Adriatico, blieb der Niederländer in den vergangenen Wochen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Beim Critérium du Dauphiné etwa kam Mollema nicht über Rang 60 hinaus. Dennoch ist dem Trek-Kapitän ein Platz unter den besten Zehn der Gesamtwertung zuzutrauen - dass er dazu in der Lage ist, bewies der 28-Jährige als Sechster der Tour de France 2013. Zudem wird Mollema von einer ausgeglichen besetzten Helferriege unterstützt, die vom Schweizer Fabian Cancellara, dem Luxemburger Tour-Debütanten Bob Jungels und dem Kolumbianer Julian Arredondo angeführt wird.
Jean-Christophe Péraud (Ag2r): Der Vorjahreszweite zählt auch in diesem Jahr zum erweiterten Favoritenkreis. Péraud kommt langsam in die Jahre, was sich auch in den Resultaten dieser Saison widerspiegelt. Das Critérium du Dauphiné etwa beendete der 37-Jährige nur auf Rang 31. Abschreiben sollte man Péraud, der bei dieser Tour vor allem für Teamkollege Bardet fahren soll, aber nicht. Denn auch im Vorjahr lief es in der unmittelbaren Vorbereitung - sogar nur Rang 37 beim Dauphiné - eher schleppend.
Wilco Kelderman (LottoNL-Jumbo): Nachdem er 2014 als Giro-Siebter und mit Platz 14 bei der Vuelta sein Potenzial bei großen Landesrundfahrten bereits unter Beweis gestellt hat, tritt der 24-Jährige nun zum ersten Mal bei der Tour an. Dabei solls ich der frischgebackene Niederländische Zeitfahrmeister bei LottoNL-Jumbo die Kapitänsrolle mit Robert Gesink teilen. Als starke Joker kommen Steven Kruijswijk und Laurens ten Dam hinzu.
Jakob Fuglsang (Astana): Bereits im Vorjahr war der Däne im Hochgebirge wichtigster Helfer von Vincenzo Nibali und wurde zudem Siebter in der Gesamtwertung. Diesen Spagat will der 30-jährige Fuglsang auch diesmal schaffen. Auch wenn er die Tour de Suisse nicht zu Ende fuhr, sprechen die zuvor gezeigten Leistungen eine eindeutige Sprache. Fuglsang ist wieder gut drauf und wird bei der Tour für sein Team von großem Wert sein.
** Sterne
Rigoberto Uran (Etixx-QuickStep), Andrew Talansky (Cannondale-Garmin), Joaquim Rodriguez (Katusha), Mathias Frank (IAM), Pierre Rolland (Europcar), Robert Gesink (LottoNL-Jumbo), Warren Barguil (Giant-Apecin), Rui Costa (Lampre-Merida), Rafal Majka (Tinkoff-Saxo), Leopold König (Sky), Simon Yates (Orica-GreenEdge)
* Stern
Michael Kwiatkowski (Etixx-Quick Step), Steven Kruijswijk, Laurens ten Dam (beide LottoNL-Jumbo), Tim Wellens (Lotto Soudal), Daniel Navarro (Cofidis), Eduardo Sepulveda (Bretagne-Séché), Haimar Zubeldia (Trek), Richie Porte (Sky), Tiago Machado (Katusha)
05.11.2015Prudhomme: "Forderung absurd hoch und unbegründet"(rsn) –Tour-Direktor Christian Prudhomme bestreitet die Rechtmäßigkeit der Forderung des Niederländischen Radsportverbands (KNWU), der von der ASO 140.000 Euro für den Grand Départ der Frankrei
03.11.2015Niederländischer Verband wartet auf Geld von der ASO(rsn) - Der Niederländische Radsportverband KNWU hat sich an die UCI gewendet, weil er seit vier Monaten auf eine Zahlung der ASO in Höhe von 140.000 Euro wartet. Das berichtet das niederländische
16.08.2015Dopingproben der Tour sollen erneut getestet werden(rsn) - Keiner soll sich sicher fühlen! Auch nicht, wenn die Rennen rum sind. Deshalb sollen die Dopingproben der gerade beendeten Tour de France nachträglich auf das neue Epo-Stimulanzmittel
30.07.2015Bahamontes traut Valverde den Tour-Sieg zu (rsn) – Federico Bahamontes traut Alejandro Valverde (Movistar) den Tour-Sieg zu und hat seinen Landsmann aufgefordert, im kommenden Jahr das Gelbe Trikot ins Visier zu nehmen. „Wenn er Dritter ge
28.07.2015Voß war zu früh in Topform(rsn) – Auf die Frage, wie die am Sonntag zu Ende gegangene Tour de France für ihn verlaufen sei, fand Paul Voß gegenüber radsport-news.com nur zwei Worte: „Nicht zufriedenstellend.“ Nach seh
27.07.2015Wie kommt der „Engel" ins Tour-Finale?(rsn) - Wir trauten unseren Augen nicht, als wir das von Philousport bei Twitter eingestellte Video (siehe die beiden Links unten) betrachteten. Es sah aus, als stünde ein „Engel" mit flatternden F
27.07.2015Jugendlicher Schwarzfahrer soll Absperrung durchbrochen habenParis (dpa) - Ein Jugendlicher ohne Führerschein ist wohl für den Zwischenfall vor dem Finale der Tour de France am Sonntag verantwortlich, bei dem die Pariser Polizei Schusswaffen einsetzte.
27.07.2015Denk: „Das Glück war nicht auf unserer Seite"(rsn) - Ein Etappenpodium, zwei weitere Platzierungen in den Top Ten, der 25. Platz in der Gesamtwertung sowie zwei Auszeichnungen als aktivster Fahrer sind die Bilanz des deutschen Bora-Argon 18-Team
27.07.2015Nun will Greipel auch in Hamburg seinen ersten SiegParis (dpa/rsn)- Am Sonntag gewann André Greipel (Lotto Soudal) erstmals in seiner Karriere die letzte Tour-Etappe auf den Champs Élysées. Im Ziel wartete sein Jugendtrainer Peter Sager um mit dem
27.07.2015Brailsford: „Die Kritiker haben uns geholfen, die Tour zu gewinnen“Paris (dpa/rsn) - Erst gab es Dosenbier, dann Champagner - und aus den Boxen dröhnte der bei solchen Gelegenheiten unvermeidliche Queen-Hit „We are the Champions“. Bevor Christopher Froome
27.07.2015Movistar die beste Mannschaft, aber Sky stellt den Sieger(rsn) - Drei harte Wochen Tour de France liegen hinter den 21 Mannschaften. Zeit für radsport-news.com, eine Bilanz der 102. Tour de France zu ziehen. Welche Teams haben überzeugt, welche sind hinte
27.07.2015Lotto Soudal dominiert die Sprints, IAM erreicht sein Ziel(rsn) - Drei harte Wochen Tour de France liegen hinter den 21 Mannschaften. Zeit für radsport-news.com, eine Bilanz der 102. Tour de France zu ziehen. Welche Teams haben überzeugt, welche sind hinte
26.09.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
25.09.2026Deutschlands Jüngste glänzen in Montreal: 16-Jährige Bieberle WM-6. (rsn) – Die deutschen Juniorinnen haben im Straßenrennen bei den Weltmeisterschaften von Montreal in Kanada zwar keine Medaille gewonnen, mit ihrem Abschneiden aber trotzdem überzeugt. Die Plät
25.09.2026Deutsche U23 selbstkritisch: “Weit unter unseren Möglichkeiten“ (rsn) – Die Enttäuschung war den drei bestplatzierten deutschen Fahrern im U23-Straßenrennen der Männer bei den Weltmeisterschaften von Montreal anzumerken. Moritz Mauss, Paul Fietzke und Max Boc
25.09.2026Neira besorgt Spanien den nächsten U19-Titel, Grossmann holt Bronze (rsn) – Alejandra Neira hat die spanische Siegesserie bei U19-Weltmeisterschaften fortgesetzt. Ein Jahr nach dem Triumph von Paula Ostiz bei den Juniorinnen in Kigali sowie einen Tag nach dem Sieg v
25.09.2026Barry fährt am Geburtstag in der Gruppe des Tages zum Titel (rsn) – Noch bevor bei der Podiumszeremonie “The Star-Spangled Banner“ erklang, stimmte das Publikum “Happy Birthday to you“ an. Denn an seinem 19. Geburtstag hat sich Ashlin Barry den Tit
25.09.2026WM-Raser kommt nicht ungestraft davon (rsn) – Der spanische Teammanager, der beim WM-Juniorenrennen der Männer mit dem Teamauto über die Strecke gerast ist, kommt nicht ungestraft davon. Eleuterio Anguita wird vom Rest der Straßen-We
25.09.2026Martinez profitiert beim CRO Race von De Gendts Pech (rsn) – Nach zweieinhalb Jahren ohne Sieg hat Daniel Felipe Martínez (Red Bull – Bora – hansgrohe) die 4. Etappe des CRO Race (2.Pro) für sich entschieden. Der Kolumbianer war der Schnellste i
25.09.2026Walscheid beendet seine Karriere (rsn) - Nach elf Jahren als Berufsradfahrer wird Maximilian Walscheid (Lidl – Trek) seine Karriere am Ende der Saison beenden und in eine neue Rolle in Lidls Leistungszentrum in Bad Wimpfen an der S
25.09.2026Cobo schafft den Sprung in die WorldTour (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
25.09.2026Wer kann Vallieres den Titel beim Heimspiel entreißen? (rsn) – Am Samstag möchte Magdeleine Vallieres in Montreal, 130 Kilometer von ihrer Geburtsstadt Sherbrook entfernt, ihren in Kigali errungenen Sensationstitel verteidigen. Einfach wird das Heimspi
25.09.2026Winter wollte schlau fahren, hatte aber “fast keine Ahnung, wie´s geht“ (rsn) - Obwohl sie im Straßenrennen nur knapp eine Medaille verpasste, stellte sich Mara Winter nach dem harten Rennen der U23-Fahrerinnen, das sie über zehn Runden auf dem schweren Straßenkurs in
25.09.2026WM-Fünfter Hettegger: “Musste was machen mit meinen Haxn“ (rsn) – Zum zweiten Mal seit dem Gewinn des Weltmeistertitels durch Felix Gall 2015 in Richmond in den USA hat es am Donnerstag ein Österreicher in die Top 5 der Junioren-WM geschafft: Nach Platz f