Kampf um Dauphiné-Gelb schon vorbei

Vuillermoz´ Sturz konnte Bardet nicht mehr ausweichen

Von Felix Mattis

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Romain Bardet (Ag2r) | Foto: Cor Vos

08.06.2016  |  (rsn) - 700 Meter vor dem Ziel standen sie plötzlich auf der Straße: Alexis Vuillermoz und Romain Bardet. Ein Moment, in dem Hektik aufkommen sollte, doch die Körpersprache der beiden Franzosen zeugte eher von Resignation. 700 Meter, das war zu wenig, um noch einmal zu den schnellen Kontrahenten aufschließen und einen Zeitverlust verhindern zu können.

"So ist Sport", sagte Bardet im Ziel, das er 45 Sekunden nach Tagessieger Jesus Herrada (Movistar) als 51. erreicht hatte. "Ich bin enttäuscht, denn ich bin einen großartigen Prolog gefahren und jetzt ist der Kampf um die Gesamtwertung vorbei. Ich werde meine Ziele ändern und jetzt auf Etappensieg fahren."

1:12 Minuten Rückstand hat Bardet im Kampf ums Gelbe Trikot auf Alberto Contador nun. Das klingt nicht nach extrem viel, ist bei einer kurzen Rundfahrt wie dem Critérium du Dauphiné und gerade angesichts der beeindruckenden Konkurrenz in Sachen Rundfahrt-Assen aber doch kaum aufzuholen.

Auf Flachetappen werden Fahrer, die innerhalb der letzten drei Kilometer stürzen unabhängig von ihrem tatsächlichen Rückstand im Ziel mit der Zeit ihrer Gruppe gewertet, in der sie zum Zeitpunkt des Unfalls saßen. Doch die 2. Etappe des Critérium du Dauphiné endete in Chalmazal-Jeansagnière mit einer Mini-Bergankunft, wo die 3-Kilometer-Regel nicht angewendet wird.

Deshalb machte ein Fehler von Vuillermoz die Klassement-Ambitionen des gesamten Teams zunichte. "Alexis Vuillermoz stürzte und ich konnte ihm nicht mehr ausweichen", erklärte Bardet, und sein Teamkollege schilderte die Situation genauer: "Cyril Gautier fuhr vor mir, um das Finale vorzubereiten. Links wurde eine Welle gefahren und er wich aus. Ich habe dann sein Hinterrad berührt und bin gestürzt."

Bardet kam körperlich ungeschoren davon, doch Vuillermoz musste an der rechten Hand genäht werden und verlor einiges an Haut per Abschürfung.

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