Ex-“Bike Aid“-Profi und Kapitän des “Team Amani“

Vermont Overland: “Sule“ Kangangi stirbt nach Sturz

Foto zu dem Text "Vermont Overland: “Sule“ Kangangi stirbt nach Sturz"
| Foto: Lian Saltlake/ Team Amani

30.08.2022  |  (rsn, vn) - Schwerer Unfall mit tragischen Folgen am Sonntag beim "Overland"-Gravel-Rennen im amerikanischen Bundesstaat Vermont: Der Ex-"Bike Aid"-Fahrer Suleiman "Sule" Kangangi starb nach einem Sturz bei hoher Geschwindigkeit auf dem Weg ins Krankenhaus, wie sein Team Amani gestern mitteilte. Der Profi aus Eldoret, Kenia, war 33 Jahre alt. Kangangis Team-Kollege John Kariuki gewann das Rennen, Jordan Schleck von Amani wurde Dritter.

Kangangi war Kapitän des neu gegründeten Team Amani,
einer Gruppe von Gravel-Fahrern aus Kenia, Uganda und Ruanda. "Sule ist unser Kapitän, Freund und Bruder. Er ist auch Vater, Ehemann und Sohn", so das Team in einer Erklärung: "Wenn Giganten fallen, bleiben klaffende Löcher zurück. Sule war ein Riese. Anstatt uns an der Spitze des Rudels zu führen, wird er uns nun als unser Leitstern bei der Verwirklichung seines Traums voranbringen."

Im Jahr 2016 begann Kangangi Straßenrennen für die "Kenya Riders Downunder" zu fahren, das erste UCI-Continental-Team aus Ostafrika. 2017 wechselte er zu Bike Aid, wo er von bis 2020 Rennen fuhr. In seinem ersten Jahr bei Bike Aid wurde Kangangi Gesamt-Dritter der Tour du Rwanda.

Beim "Migration Gravel Race", einem viertägigen
Etappen-Rennen,  2021 erstmals in Kenia ausgetragen, wurde Kangangi Gesamt-Zweiter. Bei dem Gravel-Race, das mittlerweile eine Serie ist, die von Kangani geleitet wurde, traten auch internationale Ex-Profis wie Ian Boswell und Laurens ten Dam an.

Im Juni gewann Kangangi das "Evolution Gravel", das zweite Etappen-Rennen des Amani-Projekts, das erstmals in Ostafrika stattfand. Neben seiner eigenen Karriere widmete sich Kangangi auch der Förderung des Sports in Kenia: Er veranstaltete Events in Kliniken und Schulen in und um Nairobi.

Kangangi war mit seinen Team-Kollegen
Jordan Schleck und John Kariuki in die USA gereist, um an den Gravel-Rennen Leadville Trail 100, SBT GRVL, Gravel Worlds und Vermont Overland teilzunehmen.

"Vermont Overland ist untröstlich über den tragischen Tod von Sule Kangangi während des Rennens", sagte Rennleiter Ansel Dickey: "Er war ein guter Freund und ein inspirierender, heldenhafter Athlet, für seine Team-Kollegen und die gesamte Gravel Community. Wir sprechen seiner Familie, seinen Freunden, dem Team Amani, dem kenianischen Volk und allen, die um ihn trauern, unser tiefstes Mitgefühl aus."

"Mit Erschütterung habe ich die traurige Nachricht
erhalten, dass Sule Kangangi nach einem tragischen Unfall in den Vereinigten Staaten verstorben ist", twitterte Rachel Ruto, die Ehefrau des designierten kenianischen Präsidenten Williams Ruto: "Mein herzliches Beileid an seine Familie und die Radsport-Gemeinschaft, die einen talentierten Radsportler, einen Mentor und einen Freund verloren hat."

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome fügte hinzu: "Herzzerreißend. Meine Gedanken sind bei Sules Freunden und Familie. RIP Sule Kangangi."

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