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2. Juli - Winterberg/ Hochsauerland - 1,33 Km, 110 Hm

Winterberger Eiskanal: Bergauf-Sprint in der Röhre

Foto zu dem Text "Winterberger Eiskanal: Bergauf-Sprint in der Röhre"
Die enge Eisröhre von Winterberg lässt dem Rennradler nur wenige Zentimeter Platz nach rechts und links. Foto: winterberg.de

28.05.2011  |  Wetten, dass Sie so noch nie Rennrad gefahren sind? 15 Steilkurven, 1330 Bahn-Meter, 110 Höhenmeter, zehn Prozent durchschnittliche, 15 % Maximal-Steigung - kein Renner-Terrain stellt solche Anforderungen wie die Bobbahn Winterberg. Der Eiskanal, in dem Winter für Winter die Größen des Schlitten- und Bob-Sports talwärts rasen, öffnet seine Tore mitten im Sommer, am 2. Juli, für ein wohl einzigartiges Bergzeitfahren.

"Wer mitmachen will, muss schon sehr fit sein, körperlich wie fahrtechnisch", sagt Pressesprecherin Susanne Schulten von der Stadt Winterberg: "Wechselnde, unterschiedliche starke Anstiege verlangen den Fahrern alles ab." Technische Herausforderungen sind vor allen Dingen die bis zu fünf Meter hohen Steilkurven mit Radien zwischen 16 bis 55 Meter. Und die enge Beton-Röhre lässt nur wenige Zentimeter Platz nach rechts und links. "Schließlich ist sie für schnittige, höchstens 70 Zentimeter breite Bobs geschaffen", weiß Susanne Schulten.

Die Anstiege fordern nicht nur Ausdauer, sondern immer wieder auch die Entscheidung: Wiegetritt oder im Sattel? "Jeden Fehler bezahlt der Fahrer mit dem Verlust wertvoller Sekunden", meint Thorsten Kunkel, Vorstand des veranstaltenden SC Siedlinghausen.

Bergab bewältigen die Bobpiloten die Strecke in weniger als einer Minute. Auch Bergab-Sprints auf Rädern hat es schon gegeben – mit und ohne Eis. Diesesmal geht es anders herum: Von ganz unten, aus der Zielkurve heraus, starten die Teilnehmer. Und wie bei den Wettkämpfen im Winter hält die hochpräzise Zeitmessung die Ergebnisse auf die 100stel Sekunde genau fest.

Startberechtigt ist jeder; Lizenzfahrer aller Kategorien starten in der Wertung gemeinsam mit Hobbyfahrern – "ein Anreiz für ehrgeizige Amateure", so Kunkel. Erlaubt sind alle üblichen Fahrräder – also Rennräder, Mountainbikes und auch Zeitfahrräder.

Da in der Bobbahn Überholen natürlich nicht möglich ist, wird die Startaufstellung in Leistungs-Reihenfolge festgelegt. "Dazu absolvieren alle Teilnehmer vor dem Rennen einen Leistungstest auf einem Ergometer", erklärt Veranstalter Thorsten Kunkel.

Die Veranstaltung ist Teil der "Sparkassen Sauerland Trophy", die aus insgesamt vier Berg-Zeitsprints besteht. Da in Winterberg maximal 120 Startplätze zu vergeben sind, ist eine schnelle Anmeldung von Vorteil.

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