Schaltung, Tele-Stütze, Schloss, Navi

Bike-Apps: Smartphone wird Schaltzentrale

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| Foto: pressedienst-fahrrad/ Rcokshox

17.02.2019  | 

Funkübertragung macht das Fahrrad 2019 noch smarter. Davon profitieren nicht nur Fahrrad-Nerds und Profi-Sportler, sondern auch Alltagsfahrer. Der pressedienst-fahrrad erklärt den Anbruch der drahtlosen Ära am Fahrrad.

Mit „AXS“ liefert der US-fränkische Komponenten-Spezialist Sram den heißesten Beitrag zum Thema Bike-App 2019. Hinter den drei Buchstaben, ausgesprochen „access“ (engl. „Zugang“), verbergen sich ein eigens entwickeltes Funk-Protokoll und eine komplett konfigurierbare Schaltzentrale. Damit lassen sich diverse Komponenten für Mountainbikes und Rennräder kabellos ansteuern und bedienen.

Verwalten kann man das System in der AXS-App
(für Android und iOS). Bekannt ist das "Aerial"-Protokoll aus Srams Rennradschaltung „eTap“. Es beschleunigt und präzisiert das Schalten, nun auch im Gelände. Ein System, mit dem bisher fast ausschließlich Profisportler und Entwickler Praxiserfahrungen sammeln konnten.

Maximilian Topp, PR-Koordinator Mountainbike bei Sram: „Mit AXS wollen wir das Radfahren verbessern und vereinfachen. Die Schaltung ist einfach besser, schneller, effizienter – und auf Wunsch individualisierbar.“ Der eigene Funkstandard sorgt dafür, dass die Komponenten miteinander kommunizieren und eine starke Verschlüsselung verhindert Interferenzen von anderen Systemen.

Über die App lassen sich alle AXS-Komponenten
steuern und verwalten – sie ist zum Betrieb der Teile aber nicht nötig. Die App zeigt Akku-Ladestand aller Komponenten an und ermöglicht auch eine individuelle Einstellung und Feinjustierung. Während der Fahrt müssen Komponenten und Smartphone aber nicht miteinander verbunden sein. So können beispielsweise die Schaltfunktionen wie gewünscht auf die Schalthebel links und rechts verteilt werden.

Sram hat mit der „Eagle AXS“ (ab 2000 Euro) eine drahtlose Mountainbike-Schaltung und mit der „Red eTap AXS“ (ab 2868 Euro) das passende Rennrad-Pendant im Programm.

Zudem wird von der Sram-Tochter Rockshox
eine funkgesteuerte Teleskop-Sattelstütze („Reverb AXS“, 800 Euro) angeboten, deren Bedienung ebenfalls über AXS läuft. Hier entfällt das Verlegen der Hydraulik-Leitungen im Rahmen und ein Großteil des Services.

Das ist aber erst der Anfang. Man braucht nicht viel Phantasie, um AXS auch in Dämpfer, Federgabel oder im hauseigenen Reifendruckmesser "Tyrewiz" zu sehen. "Alles kann mit einem Click verwaltet und gesteuert werden. Das Fahrrad steht somit vor einem Paradigmenwechsel", ist Sram-Marketing-Mann Topp überzeugt.

Wie weit die Digitalisierung im Fahrradmarkt
gekommen ist, zeigt sich auch an anderen Produktbereichen, in denen das Smartphone die Funktion der Schaltzentrale übernimmt und das Radfahrerleben im Alltag und Sport ungemein erleichtert.

Die Sicherheits-Experten von Abus haben mit dem „A770 SmartX“ (ab 199,95 Euro) ein Schloss entwickelt, das sich bei eingeschalteter App bei Annäherung automatisch entriegelt – ohne uSuchen nach dem Schlüssel. „Die App zeigt aber auch den genauen Standort des Rads an. Gerade bei großen Radparkplätzen ist das ein Vorteil“, sagt Marketing-Manager Torsten Mendel.

Falls das Rad doch gestohlen wird,
ermöglicht die App „eConnect“ von Haibike ebenfalls Live-Ortung und -Tracking. Außerdem hat das System eine Notruf-Funktion: Im Falle eines Sturzes wird automatisch ein SMS-Hilferuf an festgelegte Notfall-Kontakte ausgelöst - ein echtes Plus an Sicherheit.

„Das digitale Bike ist keine Illusion mehr, sondern wird 2019 mehr denn je zur Realität. Die Möglichkeiten, die sich Radfahrern in Zukunft bieten, sind vielfältig und auf jeden Einsatzzweck abgestimmt“, sagt dazu Andy Benz von Haibike.

Navigiert wird bereits per Google Maps, Bike Citizens
oder speziellen GPS-Geräten, die ebenfalls per App mit dem Smartphone kommunizieren und eigene Kommunikations-Zentralen sind.

„In Kombination mit der Lezyne-App ‚Ally‘ können die Tour-Daten unserer GPS-Geräte unkompliziert mit Freunden geteilt werden. Ebenso kann man sich auf Tour live im Internet verfolgen lassen, wenn man z. B. in fernen Ländern unterwegs ist“, erklärt Mareen Werner von Sport Import, deutscher Vertriebspartner des GPS-Geräteherstellers. Hierfür kann man einfach beim Start eine automatische Mail mit einem Tracking-Link an einen definierten Empfängerkreis verschicken.

 
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