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23.04.2025 | (rsn) – Ein Sieg beim 89. Flèche Wallonne (1.UWT) war das große Frühjahrsziel von Thibau Nys (Lidl – Trek). Letztendlich musste der Querfeldeinstar nach seinem neunten Renntag auf der Straße mit Platz acht vorliebnehmen. Und obwohl er aus dem Winter einiges gewöhnt ist, machte ihm vor allem das Wetter zu schaffen, wie Nys dem belgischen Sportportal Sporza verriet.
“Ich habe mich den ganzen Tag mir der Kleidung herumgeärgert. Mal war mir zu warm, dann wieder zu kalt. Das schlug mir irgendwann auf die Beine; schon früh im Finale eigentlich“, gab der 22-Jährige zu. Vor dem Rennen galt er noch als großer Herausforderer von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) und Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step). Letzterer richtete sogar seine Renntaktik auf seinen jungen Landsmann aus; er wollte Nys nicht frisch an den Fuß der Mur bringen.
Letztendlich aber blieb die Attacke des Olympiasiegers aus – und trotzdem war es nicht Nys‘ Explosivität, die am Schlussanstieg den Ausschlag gab. “Ich zitterte in der Abfahrt aus meiner Haut raus. Im vorletzten Anstieg spürte ich bereits, dass meine Beine blockieren. Aber das ist keine Entschuldigung, das Gefühl wird wohl jeder gehabt haben. Meinen Sprint hatte ich aber nicht mehr, weil ich durch die Kälte doch ziemlich gelitten hatte“, sagte er – um dann allem zum Trotz ein positives Fazit zu ziehen: “Letztendlich kann ich zufrieden sein.“
Seine Mannschaft wird nach dem Rennen allerdings ein anderes Resümee ziehen, denn Amstel-Sieger Mattias Skjelmose verursachte in einer nassen Kurve einen Massensturz, bei dem er sich sichtlich wehtat. Der Däne stieg nach einiger Zeit noch mal aufs Rad, das Ziel in Huy sah er aber nur aus dem Teamwagen. Gleiches galt für seine Helfer Julien Bernard, Otto Vergaerde und Jacopo Mosca, die alle bei Skjelmose blieben.
So ist unklar, wie es bei Lidl –Trek im letzten Ardennenklassiker weitergeht. “Meine Form ist sehr gut, aber Lüttich liegt mir auf Papier weniger gut. Ich will für die Mannschaft arbeiten und gucken, wo ich ankomme“, erzählte Nys kurz nach dem Zieleinlauf. Ob er sich in den Dienst von Skjelmose wird stellen können, ist nach dessen Sturz unklar.
Von der Tour of the Alps (2.Pro) stößt in Lüttich noch Giulio Ciccone zum Team. Der Italiener hat die Auftaktetappe der Giro-Generalprobe für sich entschieden und wird sich beim Transfer in den Norden einiges an Reisestress aufhalsen. Er war bei seinem letzten Auftritt vor zwei Jahren immerhin 13. in Lüttich, das allerdings ist ein Ergebnis, das auch dem frischeren Nys wohl zuzutrauen ist.
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