Österreichische KT-Teams bei Sauerlandrundfahrt offensiv

Ballabio beschert Vorarlberg zum Abschluss ein Podium

Von Judith Krahl

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Im Sprint der Verfolgergruppe erreichte Giacomo Ballabio (Vorarlberg) den Kahler Asten auf dem dritten Rang. | Foto: Mario Stiehl/ Sauerlandrundfahrt

08.09.2026  |  (rsn) - Giacomo Ballabio hat bei der neuen Sauerlandrundfahrt (2.2) für das beste Ergebnis der österreichischen Kontinentalteams gesorgt. Der Italiener in Diensten von Vorarlberg fuhr auf der Schlussetappe als Dritter aufs Podium und beendete die Rundfahrt zudem auf Rang 15 der Gesamtwertung.

Tirol – KTM überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und brachte  drei Fahrer unter den besten 22 des Gesamtklassements. Schwingshandl – Intralogistics blieb zwar ein vorderes Resultat verwehrt, die Mannschaft machte jedoch mit einer offensiven Fahrweise und regelmäßiger Präsenz in den Spitzengruppen auf sich aufmerksam.

Vorarlberg war mit Ambitionen auf eine Top-Ten-Platzierung im Gesamtklassement ins Sauerland gereist und hatte sich dafür im Auftaktzeitfahren eine ordentliche Ausgangsposition verschafft. In den folgenden Tagen lief die Rundfahrt allerdings nicht ganz nach Wunsch.

"Das Zeitfahren war okay, wir hatten damit eine Ausgangslage, wo wir in die Top-Ten des Gesamtklassements hätten fahren können. Danach war das Problem, dass Philipp Hofbauer nicht so richtig ins Rennen reingekommen ist. Der zweite und dritte Tag waren damit nicht so unsere", erklärte Sportlicher Leiter Paul Renger gegenüber RSN.

Holzknecht setzt Tirols Ausrufezeichen

Dafür rückte Ballabio zunehmend in den Fokus. Auf der 2. Etappe belegte er Rang neun, während Emanuel Zangerle als Elfter und Hofbauer auf Platz 16 ebenfalls vordere Ergebnisse einfuhren. Nach Rang 14 am dritten Tag steigerte sich Ballabio zum Abschluss noch einmal und sprintete als Dritter auf das Podium.

"Da hat Giacomo noch das beste herausgeholt mit dem Podium am Schlusstag, da waren wir echt zufrieden", bilanzierte Renger. Mit 2:03 Minuten Rückstand auf Gsamtsieger Paul Fietzke (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) schloss Ballabio die Rundfahrt als bester Vorarlberg-Fahrer auf Rang 15 ab. Auch Tirol – KTM zeigte sich über die vier Renntage hinweg konstant. Für das herausragende Tagesresultat sorgte Jonas Holzknecht, der auf der 3. Etappe als Siebter das Ziel erreichte. In der Gesamtwertung führte er die Mannschaft schließlich auf Rang 17 an. Paul Viehböck auf dem 21. Platz und Ben Eckerstorfer unmittelbar dahinter auf Rang 22 unterstrichen den soliden Auftritt der Tiroler.

"Für uns war eine eine ganz solide Rundfahrt, wir haben viele harte Rennkilometer gesammelt und uns als Team gut präsentieren können", zog der Sportliche Leiter Pit Leyder gegenüber RSN eine positive Bilanz.

Schwingshandl – Intralogistics präsentierte sich in Ausreißergruppen. | Foto: Mario Stiehl/ Sauerlandrundfahrt

 Ein zusätzliches positives Signal setzte Eckerstorfer am letzten Renntag. Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause fuhr er auf Rang 15 und bestätigte damit seinen Aufwärtstrend. Für Leyder war die Platzierung "eine echte Bestätigung, dass es für ihn wieder in die richtige Richtung geht."

Schwingshandl – Intralogistics hatte zum Auftakt auf Adrian Stieger gesetzt. "Wir waren mit sechs Fahrern am Start und hatten mit Adrian beim Zeitfahren große Ambitionen. Leider reichte es dort nicht für mehr als einen Top-30-Platz", sagte Marvin Hammerschmid gegenüber RSN.

Schwingshandl sucht seine Chancen in der Offensive

Auf den folgenden Etappen verlegte sich die Mannschaft deshalb verstärkt auf eine offensive Rennweise und schaffte es immer wieder in die Fluchtgruppen. Zählbares sprang nicht heraus, mit dem Auftritt seines Teams zeigte sich Hammerschmid dennoch zufrieden: "Über das gesamte Wochenende haben wir uns sehr gut präsentiert und waren jeden Tag in den Spitzengruppen vertreten. Für das ganz große Ergebnis hat es am Ende zwar nicht gereicht, die Leistung der Jungs und vor allem der Zusammenhalt im Team waren sehr stark."

Nach der Rundfahrt im Sauerland geht es für die österreichischen Mannschaften ohne große Pause weiter. Während am Sonntag das Bundesliga-Finale in Königswiesen ansteht, ist Schwingshandl – Intralogistics in dieser Woche gleichzeitig bei der Tour of Romania (2.2) im Einsatz.

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