Knolles Türkei-Tagebuch

Das Starterfeld glich einer Wintertrainingsgruppe

Von Jon Knolle

Foto zu dem Text "Das Starterfeld glich einer Wintertrainingsgruppe"
Jon Knolle (Team SKS Sauerland NRW) führt Tagebuch von der Türkei-Rundfahrt | Foto: Claudia Hauf

11.04.2021  |  (rsn) - Heute stand nach der Absage der ursprünglich geplanten 1. Etappe der Tour of Turkey ein verkürztes Teilstück an. Auf dem Plan standen knapp 73 flache Kilometer rund um die Stadt Konya. Die einzige Schwierigkeit: Eine fünf Kilometer lange, relativ flache Steigung 25 Kilometer vor dem Ziel.

Gerade deswegen stellten wir uns auf anderthalb Stunden Vollgas ein. Doch schon am Start wurde klar – es geht auch anders. Aufgrund der eisigen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt glich das Starterfeld eher einer Wintertrainingsgruppe. Statt Vollgas stand nach wenigen Minuten eine zweiköpfige Spitze. Alles deutete auf einen kontrollierten Tag im Peloton und einem Sprint hin.

Und genauso kam es dann auch. Wir als Team versuchten zusammenzubleiben und unseren Sprinter Lars Kulbe aus dem Wind zu halten. Passend zum Start schlief auch der Wind ein. Alles rollte fast gemütlich Richtung Ziel. Auch der Berg wurde vergleichsweise entspannt gefahren. Knapp zwanzig Kilometer vor dem Ende ging es dann überwiegend bergab mit Rückenwind Richtung Ziel.

Unser Ziel war es, Lars an der Drei-Kilometer-Marke ans Hinterrad der Topsprinter zu liefern. Der letzte Mann fürs Lars war dann Michel Gießelmann, damit Lars frisch auf die letzten Meter gehen konnte. Auf einem guten 13. Platz vollendete er die Mini-Etappe. Wir waren zufrieden mit der TV-Präsenz und einem guten Ergebnis zum Start.

Auf diesem winterlichen Auftakt können wir aufbauen. Morgen wartet bei ähnlich kalten Temperaturen die 2. Etappe auf fast identischer Strecke. Einzig zwei kategorisierte Hügel zum Anfang erschweren den Tag. Mal schauen, was morgen herausspringt. Wir sind jedenfalls motiviert und haben nichts zu verlieren.

Bis morgen

Euer Jon

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