US-Amerikaner jubelt bei der Tour de Wallonie

Simmons reichten 20 Kilometer Vollgas zum Gesamtsieg

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Quinn Simmons (Trek - Segafredo) hat die Tour de Wallonie gewonnen. | Foto: Cor Vos

25.07.2021  |  (rsn) – Die erste Saisonhälfte verlief für Quinn Simmons (Trek – Segafredo) gar nicht nach Wunsch. Bei seinem ersten Saisonhighlight, der Strade Bianche, stürzte der 20-Jährige und verpasste so das avisierte Spitzenresultat. Auch für das erhoffte Debüt bei der Tour de France reichte es wegen eines Sturzes nicht. Seit der Flandern-Rundfahrt im April bestritt Simmons nur noch ein einziges Rennen, die US-Straßen-Meisterschaften.

Zur Tour de Wallonie (2.Pro) kehrte der US-Amerikaner aber wieder nach Europa zurück und feierte prompt mit dem Gesamtsieg seinen bisher größten Erfolg als Profi. “Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich war jetzt drei Monate zu Hause, die Motivation war also hoch“, so Simmons, der nach seinem WM-Sieg bei den Junioren 2019 direkt in die World Tour zu Trek – Segafredo gewechselt war.

Bei der Tour de Wallonie gewann Simmons zunächst das schwere dritte Teilstück und absolvierte die letzten beiden Etappen im orangefarbenen Trikot des Gesamtführenden. Auch dank der Unterstützung seines Teams geriet seine Spitzenposition nicht mehr in Gefahr, so dass er am Ende mit vier Sekunden Vorsprung auf den Belgier Stan Dewulf (AG2R Citroen) und 20 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Alexis Reinard (Israel Start-Up Nation) seinen ersten Rundfahrtsieg einfuhr.

“Was die Jungs heute bei dem Seitenwind und diesem verrückten Schlussrundkurs geleistet haben, ist unglaublich. Ich musste nur die letzten 20 Kilometer Vollgas fahren. Es war also nicht viel, was ich arbeiten musste. Ich denke, wir alle haben hier ein neues Level erreicht“, so Simmons, der im Finale alle Attacken der Konkurrenz parieren konnte.

Der Trek-Profi musste sich dabei sogar selbst etwas bremsen, denn auf Gesamtklassement fahren ist eigentlich nicht sein Ding. “Man muss dann etwas mehr mit seinen Kräften haushalten, Dinge besser durchdenken und auch immer vorne im Feld fahren. Die Schlussetappe war so gestaltet, dass ich selbst gerne attackiert hätte, um auf Sieg zu fahren. Aber es war eine schöne Erfahrung und vielleicht nehme ich in Zukunft weitere Rundfahrten in mein Programm auf, um weitere Abwechslung von den Eintagesrennen zu bekommen“, so Simmons, der in der Wallonie erst sein zweites Mehretappenrennen des Jahres bestritt.

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