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22.10.2021 | (rsn) - Erstmals seit seinem vorzeitigen Weggang von Movistar hat sich Miguel Angel Lopez öffentlich gegenüber spanischsprachigen Medien zu den Umständen der Trennung geäußert. Movistar und Lopez lösten den erst im Sommer um zwei Jahre verlängerten Vertrag zum 1. Oktober im, wie es hieß, “gegenseitigen Einvernehmen“ auf. Zuvor war der Kolumbianer auf der vorletzten Vuelta-Etappe nach einer Meinungsverschiedenheit mit der Sportlichen Leitung vom Rad gestiegen.
Wie Lopez nun erklärte, habe es aber bereits vor diesem Eklat interne Konflikte gegeben. “Zum Beispiel wurde ich gegen meinen Willen aus der Tour genommen, das Team hat mir die Teilnahme an den Olympischen Spielen nicht erlaubt und bei der Vuelta gab es Spannungen wegen der Führungsrolle“, erklärte der 27-Jährige, der vor allem mit dem letzten Punkt ein Problem ansprach, dass bei dem spanischen Rennstall früher schon für Schlagzeilen sorgte.
“Das war bei Movistar schon immer so, Nairo Quintana und Mikel Landa haben es auch in der Vergangenheit erlebt. Ich habe ebenfalls diese Spannung gespürt“, erklärte Lopez. “Teamkollegen, Mitarbeiter, Masseure, Mechaniker… Sie machen wirklich einen fantastischen Job. Das Problem ist, dass das Team bestimmte Dinge nicht gut schafft und das hindert sie daran, noch höhere Ziele anzustreben."
Von der Rückkehr zu Astana erhofft sich Lopez nun auch wieder spannungsfreieres Arbeiten. "Du musst in einer Umgebung sein, in der du dich wohlfühlst, in der du etwas erreichen kannst, ohne dass dir die Leute etwas wegnehmen. Wo dich jeder unterstützt und wo eine gute Atmosphäre herrscht, ohne Egoismus und Spannungen unter der Oberfläche“, sagte er. Offensichtlich erwartet er genau das bei Astana, wo er 2015 Profi wurde und nun wieder für zwei Jahre unterschrieben hat.
In seinen sechs Jahren beim Rennstall von Manager Alexander Winokurow feierte der Kletterspezialist seine größten Erfolge wie Etappensiege bei der Vuelta und der Tour sowie Spitzenplätze in den Gesamtwertungen aller drei großen Landesrundfahrten.
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