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Das Gelbe Trikot hat weiterhin keine Priorität

Alaphilippe will nicht die Klassiker für die Tour opfern

Foto zu dem Text "Alaphilippe will nicht die Klassiker für die Tour opfern"
Julian Alaphilippe wurde im Herbst zum zweiten Mal in Folge Straßen-Weltmeister | Foto: Cor Vos

20.11.2021  |  (rsn) - Für Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick-Step) wäre der Gewinn der Tour de France der Höhepunkt seiner Karriere. Allerdings ist der Weltmeister nicht bereit, für die Erreichung seines Ziels seine Ambitionen bei den Klassikern und anderen Rennen zurückzuschrauben.

“Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die einen Franzosen die Tour gewinnen sehen wollen. Ich bin einer von ihnen, ich würde mich sehr freuen, wenn ein Franzose gewinnt. Wenn ich das zu meinem Ziel ausgeben und es schaffen würde, wäre das die Apotheose (Höhepunkt der Karriere, d. Red.)“, sagte Alaphilippe der Zeitung Ouest France.

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Seit mittlerweile 36 Jahren warten die Franzosen auf einen heimischen Tour-Sieger. Bernhard Hinault war der letzte heimische Fahrer, der sich das Gelbe Trikot sicherte. Im Jahr 1985 feierte der Bretone den letzten seiner fünf Gesamtsiege. Der mittlerweile 29 Jahre alte Alaphilippe versetzte Frankreich vor zweieinhalb Jahren in Begeisterung, als er zwei Wochen lang im Gelben Trikot unterwegs war und schließlich in Paris auf dem fünften Rang landete.

Bei den beiden vergangenen Austragungen, die eher den Kletterern entgegenkamen, spielte Alaphilippe im Klassement allerdings keine Rolle, auch wenn ihm jeweils noch ein Etappensieg gelang. Dafür trumpfte der Allrounder vor allem bei den Eintagesrennen groß auf und sicherte sich unter anderem zweimal in Folge das Regenbogentrikot im WM-Straßenrennen.

“Ich habe neben der Tour noch so viele andere Ziele, daher weiß ich, dass ich, wenn ich mir solche Ziele setze, nicht überall sein kann. Derzeit habe ich die Entscheidung getroffen, mich mehr auf die Klassiker zu konzentrieren und lange Saisons zu fahren“, erklärte Alaphilippe und fügte an, er sei zwar weiterhin bereit für die Tour, allerdings nehme er nicht das Gesamtklassement ins Visier. “Manche Leute setzen alles auf die Tour und wir sehen sie zu Beginn der Saison weniger, aber dann sind einige zu Beginn der Saison präsent, glänzen bei der Tour und sind am Ende der Saison immer noch da.“

Keine Frage: Zu dieser Kategorie Fahrer zählt sich der zweimalige Weltmeister - und Alaphilippe wird bis auf Weiteres nicht von diesem Konzept abweichen.

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