Nach dem Vuelta-Aus von Bennett

Van Poppel steigt bei Bora zum Sprintkapitän auf

Von Kevin Kempf

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Danny van Poppel (links) rückt bei Bora - hansgrohe am Mittwoch in den Vordergrund.| Foto: Cor Vos

31.08.2022  |  (rsn) – Nach seinen beiden Vuelta-Etappensiegen in den Niederlanden musste Sam Bennett (Bora – hansgrohe) am Dienstag nach einem positiven Corona-Test die Segel bei der 77. Spanien-Rundfahrt streichen. Durch das Ausscheiden des Iren bietet sich nun für seinen Anfahrer Danny van Poppel die Gelegenheit, auf eigene Rechnung zu fahren. Der Niederländer zeigte sich als Leadout-Fahrer in bestechender Form und hatte einen großen Anteil an Bennetts Triumphen.

Doch Freude darüber, sich als Sprinter in den Fokus rücken zu können, wollte bei van Poppel nicht so recht aufkommen. “Es ist hart, dass Sam nicht mehr dabei ist, gestern Abend war ich wirklich down wie jeder andere auch. Aber wir müssen weitermachen und realistisch sein: So ist das Leben derzeit“, sagte er gegenüber radsport-news.com.

Für den Aufstieg vom letzten Anfahrer zum Sprint-Kapitän zeigte sich der 29-Jährige bereit. “Ich fühle mich ziemlich gut und die Jungs hier kann ich schlagen“, meinte er selbstbewusst. Bei der Vuelta 2015 war van Poppel auf der 12. Etappe in Lleida, als er den größten Sieg seiner Karriere feierte, bereits einmal der Schnellste im Spurt des Feldes.

Schon bei der Frankreich-Rundfahrt war van Poppel der Mann für die Flachetappen bei den Raublingern. Dort reichte es zu fünf Platzierungen unter den besten Zehn, von denen der vierte Rang in Nyborg das beste Resultat war. In Spanien rechnet er sich angesichts der überschaubaren Anzahl an Sprintern größere Chancen aus.

“Es ist nicht so wie bei der Tour, wo sie zu schnell für mich waren. Pedersen und Merlier sind wirklich schnell, aber wir haben keine Angst“, analysierte er das Sprinterfeld. Sollte es am Mittwoch nicht klappen, hat der Sohn vom Jean -Paul van Poppel, neunmaliger Etappensieger bei der Spanien-Rundfahrt, wohl nur noch eine Gelegenheit, um sich mit Tim Merlier (Alpecin – Deceuninck), Mads Pedersen (Trek – Segafredo) & Co zu messen: beim großen Finale in Madrid.

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