“Nach vorne ist auch noch was möglich“

Ist für Paris-Nizza-Debütant Gall mehr drin als Platz acht?

Von Tom Mustroph aus Nizza und Matthias Seng

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Felix Gall (Decathlon AG2R La Mondiale) | Foto: Cor Vos

09.03.2024  |  (rsn) – Als Siebter der gestrigen 6. Etappe von Paris-Nizza rückte Felix Gall (Decathlon – AG2R La Monidale) auf den achten Platz der Gesamtwertung vor, womit der Österreicher sowohl bester deutschsprachiger Profi und als auch bester Fahrer seiner französischen Equipe ist.

Vor dem Start der auf 104 Kilometer verkürzten Königsetappe zeigte sich Gall im Gespräch mit RSN allerdings zurückhaltend hinsichtlich seiner Chancen im Klassement. “Es ist alles noch sehr knapp und es kommen zwei harte Tage, jetzt bin ich Achter, was ein guter Zwischenstand ist. Nach hinten ist es knapp, aber nach vorne ist auch noch was möglich“, antwortete der 25-Jährige in Nizza auf die Frage nach seinen Ambitionen.

Seine Zurückhaltung resultierte aus dem gestrigen Etappenverlauf, bei dem Gall wie auch sein Teamkollege Aurélien Paret-Paintre zu kämpfen hatte. “Es war gut, dass er dabei war, aber wir beide waren extrem am Limit und ich musste eher schauen, dass ich dranbleibe“, gab der Paris-Nizza-Debütant zu, dass nicht mehr als der siebte Platz – eine Position hinter dem Franzosen – drin gewesen war.

Ob Gall tatsächlich noch viele Positionen wird gutmachen können, scheint fraglich. Schließlich beträgt sein Rückstand auf Rang drei bereits mehr als eine Minute und unmittelbar vor ihm liegen mit Joao Almeida (UAE Team Emirates), Egan Bernal (Ineos Grenadiers) und Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) Fahrer, die schwer zu distanzieren sein werden. “Wenn ich mich gut fühle, dann werde ich was versuchen. Ich schaue nur auf mich, ich liege ja nicht auf einem Podiumsplatz, den ich verteidigen müsste. Ich habe nicht so viel zu verlieren“, gab er sich locker.

Dabei könnte Gall Optimismus nicht nur aus seinem Ergebnis von La Colle-sur-Loup beziehen, sondern auch von seiner Vorstellung auf der 4. Etappe, als er am Mount Brouilly zeitgleich in einem Quartett mit Bernal, Primoz Roglic (Bora – hansgrohe) und Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) als Sechster ins Ziel kam. Sollte er diese Leistungen am Wochenende abrufen können, wird er vielleicht doch noch die eine oder andere Position gutmachen können.

 

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