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04.08.2024 | (rsn) - Mit den Rängen 28 für Christina Schweinberger und 52 für Anna Kiesenhofer endete bei den Olympischen Spielen in Paris das Straßenrennen der Frauen. Drei Jahre nach dem Sensationserfolg der Niederösterreicherin gab es auch in Paris eine Überraschungssiegerin: Die US-Amerikanerin Kristen Faulkner überraschte im Finale des 158 Kilometer langen Rennens die Olympiasiegerin von 2012, Marianne, Vos und die aktuelle Weltmeisterin Lotte Kopecky aus Belgien und verwies die beiden Favoritinnen auf die Plätze.
"Ab Kilometer 87, bei dem steilen Anstieg, da wurde durchgehend attackiert", benannte Schweinberger den Auftakt des Ausscheidungsrennens. "Ich habe mich an Kopecky und (Demi) Vollering orientiert, aber als der Sturz passierte, waren die auch dahinter", fügte sie an. Genau dort bildete sich dann eine Spitzengruppe und die Tirolerin war auf die Hilfe anderer Teams angewiesen, um die Lücke wiederzuschließen.
Als einzige der Favoritinnen schaffte Kopecky noch den Anschluss an die Gruppe, dahinter gelang es selbst der starken Demi Vollering nicht mehr, die Verfolgerinnen an die Spitze heranzuführen. "Ich dachte, vielleicht schaffen wir es wieder zurück, weil Vollering wirklich voll gefahren ist. Es ist sehr schwierig, das zu kontrollieren", meinte Schweinberger, die am Ende mit dem verbliebenen Hauptfeld gut fünf Minuten hinter der neuen Olympiasiegerin ins Ziel kam.
Faulkners Vorgängerin erreichte weitere rund drei Minuten später die Ziellinie am Fuße des Eiffelturms. "Ich bin mit mir selbst im Reinen, denn ich habe alles gegeben, was ich hatte. Insofern habe ich mir nichts vorzuwerfen", erklärte Kiesenhofer, die mit dem hügeligen Kurs kein für sie ideales Terrain vorfand: "Die kleinen Anstiege liegen mir nicht so.“
Wie bei den Männern, so säumten auch bei den Frauen eine Million von Fans die Strecke, vor allem am Anstieg hinauf zur Basilika Sacre-Coeur war die Stimmung prächtig. "Es war heute unglaublich. Es ist ein Privileg hier starten zu dürfen", sagte Kiesenhofer die mit der Nummer eins auf dem Rücken auch als erste der insgesamt 93 Fahrerinnen an die Startlinie gerufen wurde.
"Auf dem Montmartre habe ich nichts mehr gehört und auch nichts mehr gespürt, weil es einfach nur noch vibriert hat. So etwas habe ich davor noch nie verspürt. Das war richtig cool. Durch solche Menschenmenge durchzufahren, werde ich nie vergessen, auch wenn die Platzierung dann enttäuschend war", resümierte Schweinberger abschließend.