Die Stimmen zum 77. Critérium du Dauphiné

Pogacar: “Meine Attacke war eine Art Verteidigung“

Von Christoph Matt

Foto zu dem Text "Pogacar: “Meine Attacke war eine Art Verteidigung“"
Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG)hat auch die 7. Etappe des Critérium du Dauphiné gewonnen. | Foto: Cor Vos

14.06.2025  |  (rsn) – Mit einer weiteren Machtdemonstration hat Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) auf der 7. Etappe des Critérium du Dauphiné (2.UWT) seine Gesamtführung ausgebaut und seinen dritten Tagessieg gefeiert. Der Slowene attackierte 11,5 Kilometer vor dem Ziel in Valmeinier 1800 und ließ alle Verfolger hinter sich. Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike)konnte den Rückstand auf 14 Sekunden beschränken. Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) fuhr erneut als Tagesdritter (+1:21) ins Ziel und verteidigte auch Rang drei im Gesamtklassement sowie das Weiße Trikot vor Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step), der weiter zurückfiel.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zum 77. Critérium du Dauphiné:

Tadej Pogacar (UAE - Emirates XRG / Erster / Zielinterview): Meine Attacke war eine Art Verteidigung gegen eine mögliche Attacke von Visma. Oben am Col de la Croix de Fer haben sie (Visma - Lease a Bike, d.Red.) attackiert und dann versucht, mich in der Abfahrt abzuhängen. Sie sind auf den ersten Kilometern ein bisschen gefährlich runtergefahren, was mir nicht so gefallen hat, aber das ist der moderne Radsport."

Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike / Zweiter / Zielinterview): “Ich konnte seiner Attacke nicht folgen, aber um ehrlich zu sein, glaube ich, dass ich einen guten Job gemacht habe. Ich bin mein eigenes Tempo gefahren, habe am Schluss nicht viel verloren und kann zufrieden mit der Etappe sein. Ich habe versucht, die Attacke mitzugehen, aber wie gestern musste ich dann Tempo rausnehmen. Meine Zahlen heute waren sehr gut, aber Tadej war einfach besser, also Glückwunsch an ihn, er hat es verdient zu gewinnen."

Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe / Dritter / Zielinterview): “Wir wollten heute von Anfang an konservativ fahren. Immer dabei sein, aber nie attackieren und bis zum letzten Anstieg warten. Als Pogi attackiert hat, habe ich versucht, mit Jonas mitzugehen, aber ich habe gespürt, dass ich explodieren würde, wenn ich das Tempo zu lange fahre."

Romain Bardet (Picnic - PostNL / Platz 24 / Zielinterview):”Ich war heute ein bisschen besser drauf als gestern und konnte mich vorne zeigen. Ich wollte einfach Spaß haben. In den letzten Monaten hatte ich viel Freude am Radfahren. Ich wusste schon, dass es knapp wird, aber vorne im Rennen zu sein, hat mir wirklich Spaß gemacht. Viele Leute haben mir am Straßenrand zugerufen und sich bedankt. Das bedeutet mir viel. Es ist schon lange her, dass ich auf den Madeleine und den Croix de Fer gefahren bin. Ich habe gute Erinnerungen an diese Berge und mich heute ein bisschen vom Glück tragen lassen, gemeinsam mit den besten Fahrern der Welt.“

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