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05.01.2026 | (rsn) – Er kam, sah und siegte – neun Mal in drei Wochen. Mathieu van der Poel dominierte die Szene seit seinem Einstieg in die Cyclocross-Saison 2025/26. Nach einer perfekten Bilanz mit neun Siegen in neun Rennen, insgesamt sogar 20 Erfolgen in Serie und der Führung im Weltcup im Gepäck, gönnt sich der Niederländer eine Wettkampfpause. Für zwei Wochen tauscht er Schnee und Eis in Belgien gegen die Sonne Spaniens -dort will er sich im Trainingslager auf die Cross-WM und die Frühjahrsklassiker vorbereiten.
“Ich freue mich, dem ganzen Stress für eine Weile zu entkommen“, sagte der Dominator nach seinem Sieg in Zonhoven gegenüber Wielerflits. “Es wird gut sein, wieder mal in der Sonne zu sein.“ In Spanien muss sich Van der Poel nun auf zwei unterschiedliche Ziele vorbereiten. “Auf der einen Seite bereite ich mich wirklich gut auf die Cross-WM in Hulst vor. Das bleibt ein sehr großes Ziel von mir, also werde ich Intervalltraining machen, um in Topform am Start zu stehen und das Regenbogentrikot anzupeilen.“
Nach der WM stehen aber auch die ersten Eintagesrennen auf der Straße an: “Natürlich werden da auch viele Ausdauereinheiten auf dem Programm stehen. Ich werde viele Stunden trainieren, mit den nötigen Ruhepausen dazwischen.“
Die bisherige Cross-Saison dominierte er bei seinen Auftritten fast nach Belieben. Geplant ist seine Rückkehr erst beim Weltcup in Maasmechelem am 24. Januar, wobei auch denkbar ist, dass der Weltcup in Benidorm in Spanien noch kurzfristig zum Rennprogramm hinzugefügt werden könnte. Für die Konkurrenz beängstigend: Van der Poel glaubt nicht, dass er aktuell in absoluter Topform ist.
“Ich bin gut durch die Weihnachtszeit bekommen, aber ich bin sicher noch nicht in Topform“, erklärte er. “Ich denke, dass ich zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr besser war, aber ich kann mich nicht beklagen.“
Nach 20 Cross-Siegen in Folge kein Wunder, zudem blieb Van der Poel bisher unverletzt – anders als seine Kontrahenten Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) und Laurens Sweeck (Crelan – Corendon), die nach Stürzen ihre Cross-Saison beenden mussten. “Man denkt unterbewusst daran während der Saison“, sagte Van der Poel, der im vergangenen Jahr um die gleiche Zeit einen Rippenbruch erlitten hatte. “Es ist mies, was mit Wout passiert ist. Es zeigt, dass jeder Sturz, egal wie harmlos er erscheint, ernsthafte Konsequenzen haben kann. Ich hoffe, dass seine Saisonvorbereitung nicht beeinträchtigt wird.“