Evenepoel bei Bergankunft wieder nicht in den Top 10

“Das Level ist für Remco im Moment zu hoch“

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Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) kann am Berg noch nicht mit der Konkurrenz mithalten. | Foto: Cor Vos

21.02.2026  |  (rsn) – Auch bei der zweiten Bergankunft der UAE Tour am Jebel Hafeet konnte Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht mit den besten Kletterern im Rennen mithalten. Die 6. Etappe beendete der Belgier als 15., 52 Sekunden hinter Tagessieger Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG), der damit auch wieder die Führung in der Gesamtwertung übernahm und vor der letzten Etappe nur noch theoretisch aus dem Trikot zu fahren ist.

Red-Bull-Kapitän Evenepoel hatte mit all dem allerdings wenig zu tun. Und dieses Mal waren es keine Krämpfe oder ein übermotivierter Einstieg in den Berg, der dafür als Begründung herhalten könnte. “Remco hat einfach nicht die Beine, um hier um den Sieg mitzufahren“, sagte sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck ohne Umschweife gegenüber HLN. “Er hat den ganzen Tag das getan, was er sollte. Aber das Level bei diesem Wettbewerb ist für ihn im Moment zu hoch.“

Kurzzeitig wollte Evenepoel aber noch einen anderen Eindruck erwecken. Als er durch die Tempoverschärfung des Decathlon-Teams für Felix Gall bereits abgehängt wurde, aber wieder zurückkehrte, nachdem das Tempo in der klein gewordenen Spitzengruppe einschlief, setzte er sich kurz an die Spitze und setzte zur Attacke an. Allerdings merkte er schnell, dass ihn das nicht allzu weit führen würde.

Von der Frühform, die Evenepoel in den ersten Wochen der Saison in Spanien fünf Siege einbrachte, scheint wenig übrig. Zumindest dann, wenn es bergauf geht. Das Zeitfahren der UAE Tour war eine klare Sache für den Weltmeister und Olympiasieger im Kampf gegen die Uhr. “Wir stellen fest, dass Remco nicht die Beine von Valencia hat. Mehr gibt es im Moment nicht zu sagen“, erklärte Lodewyck nüchtern, ergänzte aber noch: “Nach morgen ist es Zeit für ein paar Tage Pause.“ Allzu lang wird die aber nicht ausfallen, denn bevor Evenepoel in einem Monat zur Katalonien-Rundfahrt an den Start gehen wird, steht noch das mehr oder weniger nachgeholte Höhentrainingslager am Teide auf Teneriffa auf dem Plan, das der 26-Jährige für die kurzfristige zum Rennplan hinzugefügte UAE Tour nach hinten verschob.

Die Höhe, die Evenepoel im Vergleich zu vielen anderen Fahrern an der Spitze des UAE-Klassements noch nicht im Saisonverlauf spürte, könnte dann auch einer der Gründe dafür sein, warum es am Berg noch nicht läuft. Zudem hatte der UAE-Sieger von 2023 während der Valencia-Rundfahrt selbst gesagt, dass er für größere Anstiege auch noch nicht auf Idealgewicht sei.

Dafür spricht auch, das er im Vergleich zur deutlich schwierigeren, weil steileren Bergankunft am Jebel Mobrah dieses Mal nur halb so viel Zeit auf Del Toro verlor. Immerhin reichte das auch noch, um in der Gesamtwertung vom elften auf den zehnten Rang zu klettern, wenngleich das keinesfalls der Anspruch des Belgiers ist.

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