Auch Rembe rundum zufrieden

Kretschy macht auf WM-Kurs von Ruanda seinen Gesamtsieg perfekt

Von Sebastian Lindner

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Moritz Kretschy gewinnt die Tour du Rwanda. | Foto: Tour du Rwanda

01.03.2026  |  (rsn) – Auch wenn er auf der Schlussetappe der Tour du Rwanda (2.1) rund um Kigali, die mit den Schlüsselstellen des WM-Kurses aus dem Vorjahr gespickt war, noch ein paar Sekunden verloren hat: Am Gesamtsieg von Moritz Kretschy (NSN Development) war nicht mehr zu rütteln, auch Johannes Adamietz (Rembe – rad-net) war nicht mehr von Rang zwei zu verdrängen. Den Tagessieg sicherte sich XDS-Astana-Profi Henok Mulubrhan, der für die Nationalmannschaft von Eritrea am Start war. Er siegte im Bergaufsprint vor Mauro Cuylits (Lotto – Wanty) und Kretschys Teamkollege Pau Marti. Hinter ihm ging die Lücke auf, mit drei Sekunden Rückstand wurde Even Yemane (Bike Aid) Vierter.

Mit diesem Rückstand überquerten auch Kretschy und Adamietz nach nur 84 Kilometern die Ziellinie, was Ersterem 2:08 Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger im Klassement sicherte. Für Kretschy, der die 4. Etappe als Zweiter beendete und damit die Führung in der Gesamtwertung übernahm und nicht mehr abgab, ist es der erste Sieg bei einem Profirennen. Der 23 Jahre alte Sachse war zwar mehrfach schon nah dran, konnte nun aber erstmals wirklich jubeln.

Groß war die Freude derweil auch bei Rembe. "Wir haben alle unsere Ziele erreicht", sagte Teammanager Jörg Scherf. "Wir sind hierher gekommen, um eine Etappe zu gewinnen und eine Top-Ten-Platzierung zu erzielen." Den Etappensieg steuerte Jermaine Zemke auf dem fünften Teilstück bei, fürs Klassement-Ergebnis, in dem sich mit Oliver Mattheis für Bike Aid als Neunter noch ein dritter deutscher wiederfand, sorgte Adamietz. "Wir sind total glücklich und zufrieden, wie alles gelaufen ist. Die Jungs sind heute noch einmal richtig stark für Johannes gefahren."

Obendrauf kommt für Rembe auch noch das Bergtrikot, das Miguel Heidemann auf der 2. Etappe eroberte und mit nach Hause nehmen konnte. Er sagte: "Die Priorität lag ganz klar auf Johannes' zweitem Platz in der Gesamtwertung. Deshalb haben wir im Finale eine hohe Pace vorgegeben, damit keiner mehr attackieren kann. Dadurch, dass Jermaine bei der Bergwertung mit vorne dabei war (und Punkte für die Konkurrenz wegnahm), konnten wir uns die ganze Etappe über auf Johannes konzentrieren. Es war super cool, dass wir hier wieder so eng zusammen gearbeitet haben."

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