Hält die Siena-Erfolgsserie des Belgiers?

Van Aert vor Strade-Comeback: “Mehr Fragen als erhofft“

Von Felix Mattis aus Siena

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Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) | Foto: Cor Vos

05.03.2026  |  (rsn) – Zwei Tage bevor in Siena das erste große italienische Radsportfest der Saison steigt, hat das Team Visma – Lease a Bike die Aufnahmen von der Zielankunft der Strade Bianche 2020 auf seinen Social-Media-Kanälen noch einmal gepostet. Erinnerungen an die damals in der 'Corona-Saison' im August ausgetragene Ausgabe des Schotterstraßen-Rennens in der Toskana sollen den richtigen Ton für das Rennen 2026 vorgeben. Denn bei über 30 Grad triumphierte damals ein Mann in Gelb-Schwarz: Wout van Aert.

Der Belgier kehrt 2026 nach vierjähriger Abstinenz zu dem Rennen zurück, bei dem er noch nie schlechter als auf Rang vier im Ziel ankam und bei dem 2018 sein Stern als Straßenfahrer aufging: Im Trikot des kleineren belgischen Teams Verandas Willems – Crelan wurde van Aert vor acht Jahren hinter Tiesj Benoot und Romain Bardet bereits Dritter auf der Piazza del Campo. 2019 folgte erneut Platz drei, 2020 der Sieg im Sommer und 2021 Platz vier. Danach aber kehrte er nicht mehr zu Strade zurück.

"Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal hier am Start war. Gemeinsam mit dem Team haben wir beschlossen, das Rennen einige Saisons auszulassen. Aber dieses Jahr wurde es auf meinen Wunsch hin wieder in den Kalender aufgenommen. Die Kombination aus Strade Bianche und Tirreno-Adriatico sollte eine gute Vorbereitung für unsere weiteren Ziele im Frühjahr sein", erklärte van Aert nun in einer Mitteilung seines Teams zur Bekanntgabe des Visma-Kaders für Siena.

Neben van Aert wird das niederländische Team am Samstag vom US-Amerikaner Matteo Jorgenson angeführt, der dort bislang aber nur einmal am Start stand – und dabei 2020 für Movistar nicht ins Ziel kam. Immerhin: Jorgenson ist stark in die Saison gestartet, wurde am vergangenen Wochenende Vierter beim Faun-Ardèche Classic und Zweiter beim Faun Drome Classic (beides 1.Pro) – auch wenn ihm dort am Samstag in der Ardèche Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) um die Ohren fuhr.

Das weitere Visma-Aufgebot in Siena besteht aus den Italienern Filippo Fiorelli und Pietro Mattio sowie den Belgiern Timo Kielich und Tim Rex und dem Niederländer Tijmen Graat. Die Ergebnislast sollte also tatsächlich vor allem auf van Aert und Jorgenson ruhen.

Jorgenson Co-Leader, van Aert auch 2025 in Siena erfolgreich

"Ich bin auf jeden Fall extrem motiviert, zu zeigen, was ich kann. Wir haben ein starkes Team am Start, da Matteo in den französischen Frühjahrsrennen ebenfalls seine gute Form gezeigt hat. Wir können definitiv ein Spitzenergebnis anpeilen", meinte van Aert, der sich über seine eigene Leistungsfähigkeit aber noch nicht ganz im Klaren ist. Nach seinem Knöchelbruch aus dem Cross-Winter gab er bei Le Samyn am Dienstag sein Saisondebüt, konnte aber aufgrund eines Defekts nicht ins Finale eingreifen.

"In Siena starte ich mit mehr Fragen als erhofft. Eigentlich war Strade Bianche mein erstes großes Saisonziel, aber wir müssen abwarten, wie ich mich am Samstag fühle", meinte der 31-Jährige, dessen jüngste Erinnerung an einen Erfolg in Siena übrigens erst zehn Monate alt ist: Während er um Strade Bianche nämlich vier Jahre lang einen Bogen machte, gewann er im vergangenen Mai die 9. Etappe des Giro d'Italia auf 'Il Campo' in Siena.

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