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07.03.2026 | (rsn) – “Ihnen ist die Enttäuschung anzusehen“, begann die Eurosport-Reporterin ihr Interview mit Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5), der die Strade Bianche (1.UWT) gerade als Siebter beendet hatte. Und tatsächlich sah der Brite aus wie das Leiden Christi – und das nicht nur, weil er sich gerade 4:47:29 Stunden im Rennsattel gequält hatte. Defätismus machte sich in seinem Gesicht breit.
“Man spürt eine gewisse Müdigkeit bei allen. Wenn UAE so fährt, kann man nicht viel dagegen unternehmen“, erklärte der Mountainbike-Olympiasieger von Tokio und Paris. Die Mannschaft von Überflieger Tadej Pogacar hatte das Rennen kontrolliert, der Weltranglistenerste hatte nach maßgeschneiderter Vorarbeit von Jan Christen quasi auf Ansage auf Sektor 7, dem Monte Sante Marie, unwiderstehlich angegriffen.
Pidcock selbst schien zunächst sogar die besten Karten zu haben, um dem Slowenen folgen zu können. Doch dieser Eindruck hielt nicht lange. “Meine Kette ist dort zweimal heruntergefallen, das hat mir das Momentum genommen. Aber ich hätte mit Tadej sowieso nicht mithalten können“, gab er zu. Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) blieb noch einige Zeit auf Tuchfüllung mit dem UAE-Superstar, musste aber kurz vor Ende des Sektors auch zurückschalten. Pogacar hatte zum langen Solo angesetzt, zum dritten Mal in Folge bei der Strade. Der Sieg war weg.
“Es ist schwierig, in der Gruppe dahinter zu sein und zu wissen, dass das Rennen gelaufen ist. Man kann natürlich sagen, so sind die Rennen jetzt. Normalerweise läuft es aber nicht so, wenn ein Fahrer vorne weg ist. Es hat wirklich keinen Spaß gemacht“, sagte Pidcock. Der 26-Jährige setzte sich dennoch hinter Pogacar gut in Szene und war einer der aktivsten Fahrer im Kampf um den ersten Platz hinter dem Überflieger. Doch Isaac Del Toro und Jan Christen (beide UAE – Emirates – XRG) sowie Uneinigkeit bei den anderen Profis in der Gruppe verhinderten, dass Pidcock sich absetzen konnte.
Als Del Toro dann zu Seixas ins Taxi einstieg, war bei Pidcock der Ofen aus. “Auf den letzten Kilometern haben mir dann die Beine gefehlt", gestand er. So ging es um ihn nur noch um Platz vier, doch auch mit dem wollte es im Schlussanstieg zum Piazza del Campo nicht mehr klappen. Romain Grégoire (Groupama – FDJ United), Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Christen fuhren dem Engländer davon, der musste mit dem siebten Rang zufrieden sein – und dass er das nicht war, war bei einem Blick in sein Gesicht noch immer sonnenklar.
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