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08.03.2026 | (rsn) – Als Primoz Roglic 2024 zu Red Bull – Bora – hansgrohe kam, war das eine Transfersensation. Das gesamte Team wurde auf den ehemaligen Skispringer ausgerichtet und der Toursieg sollte her. Das gelang zwar nicht, dafür gewann der 36-Jährige aber in seiner ersten Saison bei den Raublingern die Vuelta a Espana.
Da war er der unumstrittene Superstar im Team – doch nur 17 Monate später scheint von diesem Status wenig übrig geblieben. Florian Lipowitz überflügelte Roglic bei der Tour – und dann kam im Winter ein neuer Superstar, der 2026 schon sechs Einzelsiege auf dem Konto hat. Und schon denkt fast niemand mehr an den Slowenen.
“Mit Remco haben wir einen weiteren großen Namen dabei“, meinte Roglic über Neuzugang Evenepoel. Futterneid gibt es aber keinen. “Dieses Jahr hat er schon ein paar Rennen gewonnen. Für uns ist das natürlich gut. Je mehr wir gewinnen, desto besser. Das nimmt auch Druck von den Schultern der anderen Fahrer“, erklärte der viermalige Vuelta-Sieger auf der Presskonferenz vor dem Tirreno-Start.
Bei sechs Erfolgen Evenepoels kann Roglic also am Montag in Lido di Camaiore bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) ohne Druck in die Saison starten. “Beim ersten Rennen ist es immer schwer einzuschätzen, wo man steht. Es ist aber nicht so, dass ich die letzten Wochen nur im Urlaub gewesen wäre. Ich war im Höhentrainingslager und konnte dort gut trainieren. Aber jetzt bin ich froh, dass ich endlich wieder Rennen fahren kann“, verriet er.
Roglic hat bei seinen letzten beiden Tirreno-Teilnahmen 2019 und 2023 jeweils den Dreizack mit nach Hause genommen. Und aller guten Dinge sind auch hier drei. “Natürlich will ich gewinnen. Aber um ganz ehrlich zu sein, beschäftige ich mich noch nicht so sehr mit Ergebnissen. Das Teilnehmerfeld ist stark und ich freue mich vor allem darauf, mich mit all den Jungs wieder zu duellieren.“
Wenn es dennoch für den dritten Gesamtsieg reichen soll, muss Roglic sofort hellwach sein. Denn in Lido di Camaiore geht es auf der 1. Etappe im Kampf gegen die Uhr über 11,5 Kilometer gleich um wertvolle Sekunden für das Klassement. “Das Auftaktzeitfahren wird sicher eine Rolle spielen, aber ich denke, dass die Etappen später, in der Marche, für die Entscheidung sorgen werden“, blickte der Red-Bull-Kapitän voraus.
“Das ist das Terrain, wo ich 2023 drei Abschnitte in Folge gewinnen konnte", erinnerte er sich. "Ich beschwere mich also sicher nicht über den Parcours. Was ich vor drei Jahre gezeigt habe, sagt aber nichts aus über das, was ich jetzt kann. Wir beginnen alle wieder bei Null“, fügte er an.
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