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30.04.2026 | (rsn) – Eine wirkliche Überraschung ist es nicht: Tadej Pogacar hat bei der Tour de Romandie (2.UWT) seinen zweiten Tagessieg in Serie gefeiert und auch die 2. Etappe der WorldTour-Rundfahrt durch den französischsprachigen Teil der Schweiz gewonnen. Wie der Slowene das geschafft hat, regt dabei aber doch zum Staunen an.
Der 27-Jährige gewann den Sprint aus einer etwa rund 30 Fahrer starken Gruppe vor dem Französischen Meister Dorian Godon (Ineos Grenadiers) und Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe). Als bester deutscher Profi belegte Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost) den neunten Platz.
100 Meter vor dem Ziel auf der leicht abschüssigen Zielgeraden hatte Pogacar noch deutlichen Rückstand, auf der Linie dann einen klaren Vorsprung. “Der Anstieg war nicht schwer genug, um Zeitunterschiede zu forcieren, aber für einen Unterschied in den Beinen hat er gereicht“, versuchte der Weltmeister seine Dominanz gegen die eigentlich sprinstärkere Konkurrenz auf den Plätzen hinter ihm zu erklären. “Wenn man übers Limit geht, kann man natürlich nicht mehr so schnell sprinten. Zum Glück musste ich das nicht und konnte deshalb noch ganz gut spurten.“
2,7 Kilometer vor dem Ziel wurde die letzte Bergwertung überquert. Mit Rückenwind, was das Tempo dort stark nach oben trieb. “Beim Sprint gab es dann aber plötzlich sehr viel Gegenwind. Außerdem ging es etwas bergab. Ich wusste, dass man nicht zu lange in Front sein darf. Aber ich war es nach der letzten Kurve trotzdem. Ich wurde dann aber von ein paar Fahrern überholt, die waren allerdings etwas zu früh und das war dann mein Vorteil“, erzählte Pogacar.
Die Zielpassage in Vulliens kannte das Peloton gut. Das 173 Kilometer lange Teilstück mit Start in Rue führte als Rundkurs bereits zwei Mal über diese Passage. Deshalb ließ sich auch kein Anwärter für die vorderen Plätze in der Gesamtwertung überraschen und abschütteln.
In den Top 10 gab es lediglich eine Änderung: Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) ist dort nicht mehr zu finden. Der Slowene kam entspannt plaudernd mit Teamkollege Adrien Boichis zwei Minuten nach der Spitze ins Ziel. Red-Bull-Kapitän Florian Lipowitz ist weiterhin Zweiter, hat aufgrund von Zeitbonifikationen im Ziel nun aber 17 Sekunden Rückstand auf Pogacar. Lenny Martinez (Bahrain Victorious) folgt auch Rang drei, jetzt 26 Sekunden hinter dem Mann in Gelb.
Während Pogacar auch weiterhin die Punktewertung anführt und Martinez bester Nachwuchsprofi ist, gab es im Bergtrikot einen Wechsel. Denn der Schweizer Roland Thalmann (Tudor) war erneut in der Ausreißergruppe des Tages und nahm dem zuvor punktgleichen Franzosen so das Trikot ab.
Für einen klassischen Rennverlauf sorgten Jakob Söderqvist (Lidl - Trek), der Italienische Meister Filippo Conca (Jayco - AlUla), Henri-François Renard-Haquin (Picnic - PostNL) und Thalmann, die sich nach wenigen Kilometern als Quartett zusammenfanden und danach den Großteil des Tages bestimmten. Maximal zweieinhalb Minuten Vorsprung gaben ihnen die Teams Ineos Grenadiers und UAE – Emirates – XRG.
Während sich Thalmann die ersten beiden Bergwertungen und damit das Bergtrikot sichern konnte, schrumpfte der Vorsprung immer weiter zusammen. Obwohl UAE irgendwann ausstieg, waren 40 Kilometer vor dem Ziel nur noch gut 30 Sekunden übrig. In der Folge blieb der Abstand zunächst relativ konstant.
Das Streckenprofil der 2. Etappe der Tour de Romandie | Foto: Veranstalter
Acht Kilometer vor dem Ziel ging es in den Schlussanstieg hinein. Dort versuchte es Söderqvist als Solist, ehe er als letzter Ausreißer vier Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde. Bis zur Bergwertung 2,7 Kilometer vor dem Ziel gab es noch diverse Attacken, vor allem Movistar zeigte sich aktiv, konnte aber keinen Split herbeiführen. Auch Lipowitz probierte es an der Kuppe, doch sein Antritt wurde schnell vereitelt.
So kam es zum Sprint eines nur noch gut 30 Mann starken Feld. Obwohl Pogacar 100 Meter vor dem Ziel noch deutlich hinter Godon und Fisher-Black zurücklag, holte er bis zur Linie sogar noch eine knappe Radlänge Vorsprung heraus, um sich den zweiten Sieg in Folge zu sichern.
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