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14.03.2026 | (rsn) – Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) hat bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt auf nassen Straßen die verkürzte 7. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) schadlos überstanden und wird auch die Schlussetappe am Sonntag im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers sowie als Gesamtdritter in Angriff nehmen.
Allerdings ist dem 24-jährigen Allgäuer klar: Auf dem Teilstück mit Start und Ziel an der Allianz Arena von Nizza, das durch die Verkürzung vom Samstag nun zur wahren Königsetappe der Fernfahrt geworden ist, wird es für ihn alles andere als leicht, seine Position noch einmal zu behaupten.
"Es wird superhart für mich. Ich liege nur 19 Sekunden vor Vauquelin und mein Ziel ist natürlich, diese 19 Sekunden zu behaupten. Aber wir werden sehen, wie das klappt", gab sich Steinhauser im Ziel der 7. Etappe in Isola Village zurückhaltend. Steinhauser weiß, dass Kévin Vauquelin und sein Ineos-Team am Sonntag alles daran setzen werden, ihn zu attackieren und noch vom Podium zu stoßen.
Drei Anstiege der 1. Kategorie stehen auf dem Programm - Col de la Porte (6,9 km bei 7%), Cote de Chateauneuf-Villevielle (6,7 km bei 6,4%) und Cote du Linguador (3,3 km bei 8,2%) – und die wird das britische Team nutzen wollen, um ein Höllentempo anzuschlagen und Steinhauser sowie vielleicht sogar noch den Gesamtzweiten Daniel Felipe Martínez (Red Bull – Bora – hansgrohe) anzugreifen.
Denn auch der Kolumbianer wirkte im Verlauf der Woche schlagbar, sowohl auf Etappe 5 nach Colombier-le-Vieux als auch sogar auf Etappe 4, als er dank seiner Teamkollegen von Red Bull die nötigen Minuten herausfuhr, um nun auf Gesamtrang zwei zu stehen.
An jenem Mittwoch in Uchon holte auch Steinhauser die Zeit heraus, die ihn aktuell auf dem Podium stehen lässt. Der Deutsche schaffte das aber bei dort bereits widrigen Bedingungen weniger durch die Hilfe eines konzertierten Team-Angriffs, als durch ein mutiges Solo im Etappenfinale aus der Verfolgergruppe heraus.
Das schlechte Wetter machte Steinhauser dort schon nichts aus und auch am Samstag in den Seealpen kam er klar – allerdings befand auch er, dass die Entscheidung, die Etappe aufgrund des heftigen Regens vom Vormittag weiter zu verkürzen, richtig war. Schließlich stand in Nizza das Wasser auf der Straße und für den Ersatz-Zielort Isola Village waren Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt.
"Es war ein weiterer spezieller Paris-Nizza-Tag", lachte Steinhauser im Mixed-Zone-Interview. "Letztendlich war es, denke ich, die richtige Entscheidung, die Etappe zu verkürzen." Sie gleich ganz abzusagen – was zwischenzeitlich auch diskutiert wurde – davon hielt man bei EF nichts. Klar: Die Männer in Pinkt hofften am Ende des Kurz-Teilstücks auf einen Sprintsieg mit Luke Lamperti im Grünen Trikot.
"Wir wollten fahren, denn es war eine gute Möglichkeit für Luke. Ich war nicht involviert in die Gespräche, deshalb kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen", erklärte Steinhauser. "Ich stimme zu: Es war nicht zu kalt und hat am Start dann auch nicht mehr geregnet. Hier im Ziel war es vielleicht gerade so an der Grenze, aber die Straßen waren nicht glatt, der Schnee war beseitigt – von daher denke ich, es war okay."
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