Beim Tirreno und in Nizza auf dem Podium

Auch ohne Siege eine starke Red-Bull-Fernfahrt-Woche

Von Matthias Seng

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Das Podium des 84. Paris-Nizza | Foto: Cor Vos

15.03.2026  |  (rsn) – Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) ließ sich durch eine clevere Aktion von Matteo Jorgenson und dessen Team Visma – Lease a Bike bei Tirreno-Adriatico noch am Schlusstag vom zweiten auf den dritten Rang verdrängen. Bei Paris-Nizza hing nicht nur der zweite Platz von Daniel Felipe Martinez am seidenen Faden. Nachdem er auf der 8. Etappe von seinem unaufmerksamen Teamkollegen Laurence Pithie unabsichtich abgeräumt worden war, musste man beim Kolumbianer Schlimmeres befürchten.

Doch der 29-Jährige setzte sich, wenn auch unter Schmerzen, wieder auf sein Rad und startete, unterstützt von seinen Teamkollegen, eine erfolgreiche Aufholjagd, die ihn zwar nicht mehr an die erste Verfolgergruppe um den Gesamtdritten Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost) heranbrachte. Martinez konnte aber letztlich seinen zweiten Platz souverän behaupten und sorgte somit für das zweite Red-Bull-Podium an diesem Sonntag.

Martinez dachte nach Sturz kurz ans Aufgeben

“Es war eine wirklich starke Woche für das gesamte Team – alle haben einen großartigen Job gemacht“, kommentierte Martinez sein bisher bestes Resultat bei der französischen Fernfahrt, bei der Aleksandr Vlasov auf Rang 15 zweitbester Red-Bull-Profi war. Der Russe blieb bis ins Ziel an der Seite seines Kapitäns, der sich mit einer beeindruckenden Vorstellung bis nach Nizza durchgekämpft hatte.

“Am zweiten Anstieg war das Tempo sehr hoch. Ich wollte ein paar Positionen nach vorne, bin gestürzt und hatte Schmerzen an den Rippen und am Arm“, schilderte Martinez die Situation, die für ihn fast das “Aus“ bedeutet hätte. “Für einen Moment habe ich überlegt aufzugeben“, gab er zu, um dann jedoch anzufügen: “Aber dank der Unterstützung meiner Teamkollegen konnte ich weiterfahren und es bis ins Ziel schaffen.

In seiner Heimat trug der 22-jährige Pellizzari für einen Tag zwar das Blaue Trikot des Gesamtführenden, doch dann erwies sich der gleichaltrige Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) doch als deutlich stärker als der Italiener, der am Schlusstag dann auch noch Platz zwei an Jorgenson abtreten musste. Dennoch egalisierte Pellizzari mit Rang drei sein Ergebnis von der Valencia-Rundfahrt (2.Pro), wo er nur seinem Teamkollegen Remco Evenepoel und Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG) den Vortritt lassen musste.

Routinier Primoz Roglic rundete bei seinem Saisondebüt als Gesamtfünfter den starken Tirreno-Auftritt der Raublinger ab. Zudem gewann Red Bull – Bora – hansgrohe die Teamwertung des “Rennens zwischen den zwei Meeren.“ Auch wenn bei beiden Fernfahrten kein Tagessieg heraussprang, so sammelte Red Bull in Italien und Frankreich mehr UCI-Punkte als jedes andere Team und war damit rennübergreifend die erfolgreichste Equipe.

“Das ist das Ergebnis der harten Arbeit über den Winter hinweg, in der das gesamte Team darauf hingearbeitet hat, für solche Momente bereit zu sein. Darauf können wir stolz sein“, zeigte sich Sportchef Zak Dempster ausgesprochen zufrieden mit den Vorstellungen seiner Fahrer. Zugleich betonte er aber, dass die Ambitionen darüber hinaus gingen. “Wir wissen, dass noch mehr möglich ist, und genau dafür werden wir in den kommenden Rennen weiter kämpfen“, kündigte er an.

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