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18.03.2026 | (rsn) – “Natürlich glaubt man dran, wenn man einen Vorsprung von 20 bis 30 Sekunden hat, wie ich gehört habe. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich stimmte.“ Was Alec Segaert (Bahrain Victorious) über Funk von seinen Sportlichen Leitern zu hören bekam, war nicht gelogen. Der Belgier hatte sich bei Nokere Koerse (1.Pro) mit noch 13,5 zu fahrenden Kilometern solo abgesetzt und wurde erst 60 Meter vor dem Ziel übersprintet.
Auf dem "neuen" Schlusskilometer, der insgesamt schwerer ist als der alte auf dem Nokereberg, hatte er 20 Sekunden eingebüßt. Sein Landsmann Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) sprintete zum Sieg. “Man fragt sich schon, wie man es auf dem letzten Kilometer noch so liegenlassen kann. Aber bei dem Gegenwind, gegen die Sprinter, die mit voller Geschwindigkeit kommen, ist es einfach schwer. Aber es tut vor allem weh, dass es so knapp war“, sagte der 23-Jährige am Wielerflits-Mikrofon.
Heartbreak and ecstasy!
— Cycling on TNT Sports (@cyclingontnt) March 18, 2026
Alec Segaert is caught by the peloton in the final metres of Nokere Koerse — with Jasper Philipsen coming through to take the win! pic.twitter.com/L2iKpHT3GQ
“Die Beine taten mir abscheulich weh. Das Lactat kam mir aus den Ohren. Ein schönes Gefühl ist das nicht. Aber wir tun das natürlich, um Euphorie zu erleben. Und wenn man dann den Schmerz gespürt hat und die Euphorie nicht kommt, tut das weh“, so der Bahrain-Profi, der den Zielstrich als 20. überquerte.
Nachdem er so knapp den größten Erfolg seiner Karriere verpasst hatte, blickte Segaert aber schnell wieder nach vorn. Denn nach seinem Wechsel von Lotto zu Bahrain Ende 2025 ist er bei seinem neuen Arbeitgeber eines der Asse im Ärmel der Klassikermannschaft. Aktionen wie bei Nokere Koerse sind dem Zeitfahrspezialisten wie auf den Leib geschneidert. “Ich glaube an solche Erfolge. Ich kann solche Unternehmungen erfolgreich abschließen. Die Situation muss natürlich passen – so wie heute eigentlich. Aber neue Chancen werden kommen“, meinte er.
Und es könnte schon bald so weit sein, denn für Segaert ist die anstehende Saisonphase die wichtigste des Jahres. “Mein Ziel war es, vom Omloop bis einschließlich Roubaix in Form zu sein. Ich glaube daran, dass die Form da ist und in der richtigen Situation werden die Ergebnisse kommen“, kündigte er an.
Die nächste Gelegenheit könnte es schon morgen beim GP de Denain (1.Pro) geben, danach stehen von der E3 Saxo Classic (1.UWT) am 27. März bis zur Flandern-Rundfahrt am 5. April vier WorldTour-Nordklassiker in zehn Tagen auf seinem Programm, das eine Woche nach Vlaanderens Mooiste auch noch mit Roubaix aufwartet.
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