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19.03.2026 | (rsn) – Beim gestrigen Nokere Koerse (1.Pro) wurde er noch kurz vor der Ziellinie eingefangen. Nur 24 Stunden später hielt Alec Segaert bei der die 67. Ausgabe des Grand Prix de Denain - Porte du Hainaut (1.Pro) die Jäger auf Distanz und feierte seinen ersten Sieg im Trikot seines neuen Teams Bahrain Victorious.
Der 23-jährige Belgier ließ gut zwei Kilometer vor dem Ziel in Denain seinen norwegischen Begleiter Per Strand Hagenes (Visma – Lease a Bike) stehen und entschied nach insgesamt 200,4 Kilometern das nordfranzösischen Eintagesrennen mit zwei Sekunden Vorsprung für sich.
Im Sprint der Verfolger holte sich sein Landsmann Milan Menten (Lotto – Intermarché) den zweiten Platz vor dem Franzosen Anthony Turgis (TotalEnergies) und Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech), der auf Rang vier bester der vier deutschen Teilnehmer war. Stark präsentierte sich auch Nils Politt (UAE – Emirates – XRG), der im Finale in die Offensive ging und sich schließlich in den Dienst seines Teams stellte und das Rennen auf Rang 19 beendete. Bester Red-Bull-Profi war der Belgier Arne Marit, der hinter dem Franzosen Axel Zingle (Visma – Lease a Bike) Sechster wurde.
"Das ist eines der tollsten Gefühle, die man haben kann. Deshalb machen wir Radsport. Das Rennen war so besonders für mich, ich liebe es wirklich. Es jetzt zu gewinnen nach dem, was gestern passiert ist – das sind einfach nur zwei verrückte Tage“, sagte ein strahlender Segaert im Flash-Interview im Ziel.
“Ich bin ja schon 45,40 vor dem Ziel mit Per weggekommen. Ich glaube, es gibt nicht viele Fahrer, die auf Kopfsteinpflaster schneller als er fahren können. Das hat er auch heute wieder gezeigt, er war super stark. Er hat den größten Teil der Führungsarbeit übernommen“, lobte der Sieger seinen norwegischen Begleiter, den er dann aber clever übertrumpfte.
"Aber das ist ein Rennen, in dem man daran denken muss, wie man es gewinnen kann. Als er mich attackierte, war ich wirklich am Limit. Ich habe dann ein bisschen gespielt und diese Lücke von 20 Metern gelassen", erzählte der Vorjahresachte. "Ich habe gehofft, dass das Feld nicht zurückkommen und er etwas langsamer werden würde. Auf den letzten zwei Kilometern bin ich dann an ihm vorbeigezogen und im Gegensatz zu gestern habe ich das bis zum Ziel durchziehen können“, fügte der dreimalige U23-Zeitfahr-Europameister mit einem breiten Lächeln an.
Bei dem über 13 Kopfsteinpflaster-Sektoren führenden Rennen dauerte es fast 80 Kilometer, ehe sich eine neunköpfige Gruppe um das Astana-Duo Aaron Gate und Alessio Delle Vedove vom Feld lösen konnte. Bis zum ersten Pavé-Abschnitt etwa zur Rennmitte hatten sich die Ausreißer einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten erarbeitet.
Bei extrem hohem Tempo hatten die Verfolger die Spitzengruppe knapp 80 Kilometer vor dem Ziel bereits gestellt, ehe die Schere dann doch wieder etwas weiter aufging. Doch vor allem Visma – Lease a Bike drückte bei strahlendem Sonnenschein im Feld auf das Tempo und holte keine 20 Kilometer später die Ausreißer zurück. Prompt zerriss das Feld in Folge zahlreicher Attacken, wobei sich Segaert wieder in der Offensive präsentierte.
Großer Pechvogel in dieser Phase war Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché), der nach einem Defekt gerade erst wieder den Anschluss geschafft hatte, ehe er erneut durch einen Materialschaden gestoppt wurde und zurückfiel. 45 Kilometer vor dem Ziel hatte sich der Belgier ein weiteres Mal weiter vor gekämpft – um ein drittes Mal Hilfe aus dem Begleitfahrzeug in Anspruch nehmen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich aber Strand Hagenes und Segaert auf und davon gemacht.
Das Streckenprofil des 67. GP de Denain | Foto: Veranstalter
Da sich die Verfolger nicht einig waren, konnte sich das Duo einen Vorsprung von rund 30 Sekunden herausfahren, ehe sich UAE mit Antonio Morgado und Politt vor das Feld spannte. Doch es war Brent Van Moer (Pinarello – Q36.5), der auf dem drittletzten Sektor davonzog, ehe Politt, Tibor Del Grosso (Alpecin – Premier Tech) und Alessandro Romele (XDS – Astana) sowie weitere Fahrer sich auch noch auf die erfolgreiche Verfolgung machten.
So formierte sich kurz vor dem vorletzten Pavé-Abschnitt eine siebenköpfige Gruppe, zu der auch noch Jonas Geens (Alpecin – Premier Tech), Van Moers Teamkollege Aimé De Gendt sowie der Vorjahreszweite Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe) gehörten. Am letzten Sektor zehn Kilometer vor dem Ziel attackierte Strand Hagenes seinen Begleiter, doch Segaert blieb mit einigen Metern Abstand dran, während sechs Kilometer vor dem Ziel das Feld die Politt-Gruppe gestellt hatte.
Als die vom ehemaligen Deutschen Meister angeführtem Verfolger die Ausreißer vor sich sahen, zog Segaert gut zwei Kilometer vor dem Ziel an Hagenes vorbei und hielt im Gegensatz zum gestrigen Rennen diesmal das Feld auf Distanz, um seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen.
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