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19.03.2026 | (rsn) – Zwar wartet Laurence Pithie auch noch Ende März auf seinen ersten Sieg im Trikot von Red Bull – Bora – hansgrohe, dem Team, dessen Trikot der Neuseeländer seit Anfang 2025 trägt. Doch viel fehlt nicht mehr, wie der 23-Jährige mit seinen starken Auftritten im bisherigen Verlauf des Frühjahrs bereits bewiesen hat.
Nach zwei dritten Etappenplätzen bei der Tour Down Under (2.UWT) im Januar war er am zweiten Tag von Paris-Nizza (2.UWT) ganz nach dran, als er sich nach 187 Kilometern von Epone nach Montargis im Sprint nur dem Deutschen Max Kanter (XDS – Astana) geschlagen geben musste.
Im weiteren Verlauf der Fernfahrt folgten noch ein sechster und ein vierter Etappenplatz, mit denen Pithie untermauerte, dass er in seinem zweiten Red-Bull-Jahr deutlich schneller unterwegs ist als noch 2025. “Ich jage seit Saisonbeginn einem Sieg hinterher. Ich war jetzt schon ein paarmal nah dran, und dieser zweite Platz hält mich definitiv hungrig, weiter um mehr zu kämpfen“, kommentierte er auf der Website seines Teams seine bisherigen Einsätze.
Die nächste Gelegenheit bietet sich Pithie bereits am Samstag bei Mailand-Sanremo (1.UWT). das er zum dritten Mal in seiner noch jungen Karriere in Angriff nehmen wird. Gleich beim Debüt 2024 gelang ihm auf der Via Roma ein beeindruckender 15. Platz, im vergangenen Jahr lief es mit Rang 48 weniger gut. Diesmal aber tritt der Sprint- und Klassikerspezialist mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an.
“Ein erfolgreiches Mailand-Sanremo wäre für mich persönlich ehrlich gesagt ein Platz unter den ersten Fünf. Ich denke, ich habe gute Form gezeigt. Es ist ein Rennen, das ich wirklich mag. Das ist ein großes Ziel, aber Top fünf bei einem Monument ist auch alles andere als selbstverständlich“, erklärte Pithie, der wie alle Welt auch wieder mit einer Attacke von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) an der Cipressa rechnet. Und da sollen seine Teamkollegen Primoz Roglic und Giulio Pellizzari in Aktion treten. “Unser Plan wird sein, diese Attacke, wenn möglich mit Primoz und Giulio mitzugehen“, sagte er.
Für ihn selber gehe es am zweitletzten Anstieg darum, “zu versuchen, dort dabei zu sein. Und wenn es wieder zu einem Sprint kommt, dann für das bestmögliche Resultat sprinten. Die Positionierung vor der Cipressa wird am wichtigsten sein. Wenn ich dort dabei bin, dann werde ich versuchen mitzugehen“, kündigte Pithie an. In den beiden vergangenen Jahren gelang ihm das nicht: 2024 kam er in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel, 2025 hatte er noch größeren Rückstand.
Daraus habe er aber gelernt, so Pithie. “Meine ersten Teilnahmen an diesem Rennen haben mir gezeigt, wo ich sein muss und wann ich meine Körner einsetzen muss“, betonte er. Die Zuversicht begründete er mit der Feststellung: “Physisch bin ich dieses Jahr stärker. Wir hatten in der Vorbereitung einen richtig guten Trainingsblock, und ich habe sehr eng mit Mark (Lamberts) gearbeitet, um meine Ziele zu treffen und vom Saisonstart bis zum Ende der Classics in guter Form zu sein.“
Zu seiner “eigenen kleinen Performance-Gruppe“, zählen noch Ernährungsexperte Stephen Smith und der Sportliche Leiter Shane Archbold, wie er selber aus Neuseeland stammend. “Wir sind mit großen Zielen in diese Saison gegangen Wir arbeiten sehr gut zusammen und alle haben ein gutes Verständnis dafür, was die Ziele sind und wie wir sie erreichen können“, sagte Pithie.
Auf der Via Roma wird er diese Zusammenarbeit am Samstag mit einem Spitzenergebnis krönen wollen.