Brite macht in Katalonien Boden gut

Zwischensprintduelle: Pidcock zieht an Evenepoel vorbei

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Zwischensprintduelle: Pidcock zieht an Evenepoel vorbei"
Tom Pidock (li) bei der 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

26.03.2026  |  (rsn) – Nach dem gestrigen Tag lag Tom Pidcock (Pinarello - Q 36.5) noch fünf Sekunden hinter dem zweitplatzierten Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) im Gesamtklassement der Katalonien-Rundfahrt. Auf der heutigen 4. Etappe drehte der Brite bei den Sprintwertungen des Tages aber die Beine derart schnell, dass er mit dem Belgier die Plätze tauschen konnte und nun als Gesamtzweiter der 105. Katalonien-Rundfahrt (2.UWT) nur noch 13 Sekunden hinter dem Leader Dorian Godon (Ineos Grenadiers) liegt.

Dabei hatte es Pidcock gar nicht so sehr auf die Zeitboni unterwegs abgesehen, wie er nach Rennende am Mikrofon von Eurosport erklärte. “Die Bonussekunden werden im Klassement wohl keinen großen Unterschied machen“, schätzte er seinen heutigen Sekundengewinn mit Blick auf die noch kommenden schweren Tage der Rundfahrt ein. 

Der Zweite von Mailand-Sanremo (1.WWT) zeigte sich dennoch nicht nur im Zielsprint, den er mit Platz drei noch auf dem Podium abschloss, von seiner besten Seite, sondern auch bei den insgesamt drei Zwischensprints.

Musste er beim ersten nach 19 Rennkilometern noch Evenepoel den Vortritt lassen, konnte er den Doppel-Olympiasieger beim letzten Zwischensprint 15 Kilometer vor dem Ziel deutlich distanzieren. Im Stil eines Puncheurs trat Pidcock in einer leichten Bergaufpassage unwiderstehlich an, um sich nicht nur drei Bonussekunden zu sichern, sondern kurz darauf auch mit drei weiteren Fahrern - darunter auch Evenepoels Teamkollege Florian Lipowitz - kurzzeitig etwas absetzen zu können.

“Ich habe mich heute besser gefühlt, als die letzten Tage“, war der 26-Jährige nach Rennende nicht nur mit seiner Tagesform zufrieden, sondern auch mit dem Verlauf der finalen Kilometer der um 23 Kilometer - darunter der Schlussanstieg nach Vallter 2000 - verkürzten Etappe.

 “Meine Jungs haben einen guten Job gemacht und mich immer vorn gehalten. Im letzten Anstieg habe ich dann alles gegeben und bin ans richtige Hinterrad gekommen,“ beschrieb er den Kampf, der ihn schlussendlich in eine gute Ausgangsposition brachte. “Dritter ist gut. Die anderen Jungs sind richtig schnell, so schnell bin ich nicht. Ich bin zufrieden", sagte Pidcock abschließend.

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