Drei Sekunden gewonnen, eine Position verloren

Evenepoel nach Katalonien-Sturz “gut durch den Tag gekommen“

Von Kevin Kempf

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Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) am Start der 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

26.03.2026  |  (rsn) – Am Mittwochvormittag gab Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) Entwarnung: Er konnte einen Tag nach seinem Sturz zur verkürzten 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt (2.UWT) antreten. Die beendete er nach etwas mehr als vier ziemlich ereignislosen Stunden im Hauptfeld auf Platz 16.

“Das Wichtigste ist, dass Remco gut durch den Tag gekommen ist. Das ruhige Tempo war ein Vorteil für ihn. Natürlich spürt er noch, dass er gestürzt ist, aber der Schmerz ist nicht so stark“, resümierte Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter bei den Raublingern, gegenüber Het Laatste Nieuws. 

Sein Schützling hatte doppeltes Glück im Unglück. Nicht nur wurde den größten Teil des Wettkampfs kein hohes Tempo angeschlagen, die Etappe wurde wegen extremer Wetterbedingungen auch noch entschärft. Die vorhergesagten Windböen von bis zu 90 km/h sorgten dafür, dass der schwere Schlussanstieg aus dem Programm genommen werden musste.

So bot sich dem Feld zur Überraschung aller eine vierte Sprintetappe bei der siebentägigen Rundfahrt. Und das nutzte Evenepoel auch bereits nach 18 Kilometern erfolgreich. Beim Meta Volante in Granollers sprintete er als Erster über den Wertungsstrich und sicherte sich so drei Sekunden. “Er war gut positioniert und hat es einfach mal probiert“, beschrieb Lodewyck die Szene.

“Remco hat noch Kampfeswillen, aber wir müssen realistisch sein. Ich hoffe jedenfalls, dass er heute wieder eine gute Nacht hat“, meinte der Belgier weiter. Im Gesamtklassement hat sich Evenepoel trotz der gewonnenen Sekunden um eine Position verschlechtert. Denn Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5), der in Granollers Zweiter geworden war, wurde Tagesadritter und sammelte so insgesamt neun Sekunden auf dieser Etappe.

Das alles wird aber schon am Donnerstag vermutlich Schall und Rauch sein. Dann geht es über 155 Kilometer von La Seu d’Urgell bis hinauf zum 16,5 Kilometer langen und im Schnitt 7,2 Prozent steilen Coll de Pal. Für diesen Anstieg der Hors Categorie wird nicht nur Evenepoel eine gute Nacht benötigen.

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