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28.03.2026 | (rsn) – Nachdem es Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) bei der E3 Saxo Classic (1.UWT) vorgemacht hatte, hätte Mads Pedersen (Lidl – Trek) beim nächsten flämischen Frühjahrsklassiker nachziehen können. Doch der Däne musste krankheitsbedingt für Middelkerke-Wevelgem (1.UWT) absagen. Pedersen hatte das Rennen zuletzt zweimal in Folge gewonnen - damals hieß es noch Gent-Wevelgem.
Der Niederländer dagegen hat es noch nie für sich entscheiden können, bestes Ergebnis ist bisher der zweite Platz von 2024, als van der Poel sich in Wevelgem im Sprintduell Pedersen hatte geschlagen geben müssen. Da der Titelverteidiger nun aber ausfällt und der ein Jahr ältere van der Poel noch das E3-Solo in den Beinen spüren dürfte, könnte Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) am Sonntag das beste Ende für sich haben.
Der 31-jährige Belgier verzichtete am Freitag auf Harelbeke und reist mit der Empfehlung eines dritten Platzes von Mailand-Sanremo (1.UWT) an. Im Gegensatz zu van der Poel konnte van Aert vor fünf Jahren Gent-Wevelgem schon einmal gewinnen und hat nun gute Chancen auf seinen zweiten Sieg – es wäre zugleich der erste bei einem Frühjahrsklassiker seit Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.Pro) 2024. Danach gelangen van Aert zwar noch fünf weitere Siege, die hat er aber allesamt bei Etappen der drei Grand Tours errungen.
Sowohl Alpecin – Premier Tech als auch Lidl – Trek und Visma – Lease a Bike haben aber (Sprint)-Optionen in der Hinterhand: Van der Poels Team nominierte Jasper Philipsen – Vierter der Ausgabe von 2024 - für das Aufgebot. Der seit dieser Saison zweite deutsche Rennstall bringt den wieder genesenen Vorjahresdritten Jonathan Milan an den Start, der Pedersens Fehlen vergessen machen könnte.
Vismas Plan B könnte sogar zwei Namen umfassen: Christophe Laporte und Matthew Brennan. Der 33-jährige Laporte gewann Gent-Wevelgem 2023 und zeigte sich am Freitag als Siebter der E3 Classic in guter Verfassung. Der 13 Jahre jüngere Brite sicherte sich Anfang des Monats mit Kuurne-Brüssel-Kuurne seinen ersten Frühjahrsklassiker und dürfte auch gut mit über die flämischen Hügel kommen.
Nach seinem Wechsel zum Schweizer NSN-Team feierte Biniam Girmay zwar bereits zwei Saisonsiege, bei Mailand-Sanremo und der E3 Classic spielte er zuletzt aber keine Rolle. Dennoch sollte man den Eritreer, der 2021 als erster Radprofi vom afrikanischen Kontinent Gent-Wevelgem für sich entscheiden konnte, auch diesmal auf der Rechnung haben. Ähnliches gilt für Jordi Meeus, der Red Bull - Bora - hansgrohe in Flandern anführt und mit der Empfehlung eines dritten Platzes der Ausgabe 2024 antritt.
Die deutsche Fraktion besteht aus immerhin acht Fahrern, mit John Degenkolb (2014) ist sogar ein früherer Sieger dabei. Der 37-jährige Oberurseler sorgte zudem als Zweiter des Jahres 2019 für das bisher letzte deutsche Podiumsergebnis. Am Sonntag wird sich Road Captain Degenkolb, der mit der teaminternen 1 auf dem Rücken antreten wird, wie Niklas Märkl wohl in den Dienst von Sprinter Pavel Bittner stellen. Vielleicht springt dennoch ein achtbares Ergebnis wie 2025 heraus, als er Platz elf belegte. Ein solides Resultat ist auch Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) zuzutrauen.
Auf den Sprint einer größeren Gruppe hoffen Pascal Ackermann (Jayco – AlUla) und vor allem Max Kanter (XDS – Astana), der bei den deutlich flacheren Klassikern von Koksijde und Brügge jeweils in den Top 5 landete. Die Riege der deutschen Profis wird komplettiert durch Ackermanns Teamkollegen Jasha Sütterlin, Kim Heiduk (Ineos Grenadiers) und Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché).
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