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06.04.2026 | (rsn) – In Summe war es nicht nur die individuelle Stärke, die Demi Vollering (FDJ United - Suez) den ersten Triumph bei der Flandern-Rundfahrt (1.WWT) bescherte. Auch die Qualität im Kader der französischen Equipe sorgte für den entscheidenden Unterschied, damit die Niederländerin ihr 18 Kilometer langes Solo erfolgreich zu Ende bringen konnte.
Und wie schon des Öfteren in der noch jungen Saison hatte Franziska Koch erheblichen Anteil daran, dass FDJ United - Suez bereits den zehnten Saisonsieg in der Tasche hat. War sie es doch, die Vollerings finale Attacke am Oude Kwaremont mustergültig vorbereitet hatte.
“Wir wussten, dass der Kwaremont ein weiterer harter Anstieg ist und dass Demi eine lange Attacke braucht. Genau deshalb haben wir vom Fuße an schon Gas gegeben“, beschrieb die Deutsche Meisterin im Ziel-Interview den entscheidenden Moment, in dem sich Vollering absetzen konnte. Aber schon in den Minuten davor war deutlich erkennbar, dass die FDJ-Equipe mit einer klaren Strategie an den Start gegangen war, die da lautete: das Rennen früh schwer machen! ___STEADY_PAYWALL___
“Nicht nur ich habe einen tollen Job gemacht, auch meine Teamkollegen haben zuvor schon super gearbeitet“, hob Koch die geschlossene Teamleistung hervor. “Sie konnten uns immer wieder gut positionieren. Elise (Chabbey) und Célia (Gery) haben nach dem Koppenberg alles gegeben. Danach hatten wir eine kleine Gruppe und wollten es auch dabei belassen. Zuvor hatten wir es auch schon mal am Kruisberg versucht und dort schon die Gruppe verkleinert", erzählte sie.
Franziska Koch (re./FDJ United – Suez) auf dem Podium von Strade Bianche 2026 | Foto: Cor Vos
Und obwohl danach kurzzeitig wieder eine Gruppe mit Lotte Kopecky (SD Worx – Protime), Pauline Ferrand-Prévot (Visma – Lease a Bike) und Elisa Longo Borghini (UAE – ADQ) zum FDJ-Quartett aufschließen konnte, hatte dieses in persona von Koch die meisten Reserven vorzuweisen.
Die Aufgaben einer Helferin meistert die 25-Jährige seit Jahren in Perfektion – kaum Leistungsschwankungen, zuverlässig und loyal tritt Koch auf. Doch war ihre wertvolle Teamarbeit bis zu ihrem Wechsel zu FDJ wenig mit eigenen Ergebnissen verbunden, ist Koch mittlerweile, je nach Renntaktik, neben Vollering und Chabbey zur Co-Leaderin aufgestiegen.
Dass sie dazu in der Lage ist, bewies die zweimalige Deutsche Straßenmeisterin schon bei der Strade Bianche (1.WWT), bei der sie nach der Fehlleitung der “Vollering-Gruppe“ Verantwortung übernahm und als Dritte in Siena drei nur knapp am ersten Klassikersieg vorbeischrammte. Kraftvoll führte Koch dort eine Achtergruppe ins Finale, ehe ihr Longo Borghini in der letzten Kurve mit dem Vorderrad “die Tür zumachte“ – und sich damit ein möglicher Sieg in Luft auflöste.
Wie ein Motorrad führt Koch bei der Flandern-Rundfahrt die Spitzengruppe an | Foto: Cor Vos
Schon zu Saisonbeginn war Koch bei der UAE Tour (1.WWT) voll da, als sie vor der letzten Etappe noch auf Rang fünf im Gesamtklassement lag. Spätestens beim Omloop Nieuwsblad (1.WWT) wurde deutlich, warum das derzeit weltbeste Team die Deutsche im Winter engagiert hatte. In Kopie zu der Szene am Kwaremont fuhr Koch die spätere Siegerin Vollering in Position, um selbst am Ende noch einen hervorragenden fünften Platz zu belegen. Nur drei Wochen nach der Strade Bianche nahm die Serie an Top-Ten Platzierungen ihren weiteren Lauf, als Rang acht bei Dwars door Vlaanderen (1.WWT) heraussprang.
FDJ United – Suez präsentiert sich bei diesen ersten großen Saisonrennen fast frei von Fehlern und Koch hat sich schon nach wenigen Monaten im Team als unverzichtbarer Baustein etabliert. Die Harmonie in der Truppe um die als nicht ganz einfach geltende Vollering wurde offensichtlich, als Koch zum Abschluss eines rundum erfolgreichen Tages in Oudenaarde grinsend anfügte: “Wir haben einfach Spaß zusammen, alle ziehen an einem Strang und haben ein gemeinsames Ziel vor Augen. Das ist der Grund, warum es aktuell so gut funktioniert.“
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