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12.04.2026 | (rsn) – Erfolg auf der ganzen Linie für das deutsche Gravelteam Rose Racing Circle (RRC) beim Wörthersee Gravel, dem siebten Lauf der UCI Gravel World Series in diesem Jahr. Mit Start und Ziel in Velden am Wörthersee hatte bei den Männern nach 150 Rennkilometern und 1.700 zu überwindenden Höhenmetern RRC-Fahrer Jordan Habets in einem Zweiersprint vor Gustav Frederik Dahl (Give Steel) die besseren Beine. Der Niederländer bescherte damit sowohl sich selbst, als auch seinem Team in einer Zeit von 04:08 Stunden den ersten Saisonsieg.
Als Dritter fuhr, ebenfalls in RCC-Farben, Luis Neff über die Ziellinie. Der Mann, der bei RCC unisono als Teammanager und Fahrer agiert, hatte einen Rückstand von 2:30 Minuten auf seinen siegreichen Teamkollegen. Entsprechend zufrieden war Neff dann auch nach Rennende gegenüber radsport-news.com:
"Das war heute ein mega cooler Tag für unser Team. Die ganze Mannschaft hat super geholfen und einige von uns waren in der Spitzengruppe, als Jordan es immer mal wieder mit einer Attacke versucht hat", schilderte er in kurzen Auszügen den Rennverlauf. "Er ist immer wieder eingeholt worden. Aber beim letzten Mal sind sie zum Glück durchgekommen und Jordan konnte mit wenigen Zentimetern gewinnen."
Neff selbst habe sich nach Habets finaler Attacke in einer komfortablen Situation befunden. "Als Jordan vorne war, mussten wir gar nicht so viel machen. Die eine oder andere Gegenattacke abwehren, kurz mal mitspringen, aber keinen wegkommen lassen", beschrieb er die Taktik des Teams. "Auf der langen Zielgeraden war ich dann am Ende der Schnellste aus einer Fünferverfolgergruppe und bin super happy über mein erstes UCI Gravel Podium."
Deutlich knapper am Sieg vorbei als Neff schrammte Teamkollegin Mieke Kröger. Die Bahn-Olympiasiegerin von Tokio 2021 fuhr bei ihrem erst vierten offiziellen Gravelrennen ihr erstes Podium ein. Nur 27 Sekunden nach Siegerin Nicole Frain (Factor Racing) überquerte Kröger vor der aktuellen Gravelmeisterin aus Österreich, Jana Gigele (+ 0:42) den Zielstrich. "Überrascht und zufrieden, gute Beine und einfach eine gute Shape", so fasste der ehemalige WorldTour-Profi das Rennen auf Anfrage von RSN zusammen. "Auch an den Anstiegen war ich zu meiner eigenen Überraschung in Reichweite zu Frain", gab Kröger dann doch noch ein wenig mehr Preis.
"Not amused" war Kröger, ähnlich wie Landsfrau Romy Kasper vor Wochenfrist beim UCI Gravel in Turnhout hingegen über die Vermischung der Starterfelder von Profis und Age-Groupern. "Wir fliegen zum Mond, bekommen es aber nicht hin, für die Frauen ein faires UCI-Gravelrennen zu organisieren. Auch bei uns wurde eine bereits abgehängte Gruppe der Elite-Frauen wieder an die Spitzengruppe herangefahren", erzählte die 32-Jährige. "Ich check’s einfach nicht – das liegt sicherlich auch an der UCI, in der alte Männer keinen Blick für Frauenrennen haben", schloss sie ihre Gedanken mit einem deutlichen Statement Richtung Radsport-Weltverband.
Die Deutsche Crossmeisterin Judith Krahl komplettierte auf Rang sieben (+ 1:50) den erfolgreichen Tag der RCC-Athleten und -Athletinnen.